2019 – Neue Richtlinien&Frühwarnsysteme&Präventive Restrukturierungsrahmen

Im Juni hat der Europäische Rat die Restrukturierungsrichtlinie verabschiedet, die bis Mitte 2021 in allen Mitgliedstaaten in nationales Recht umzusetzen ist. Nun wird dieses vorinsolvenzliche Sanierungswerkzeug also kommen und den Methodenbaukasten erweitern, was SICNUM sehr begrüßt. Lesen Sie mehr im September-Newsletter


Krisenprävention mit geeigneten Instrumenten

10. Oktober 2019: Die Krisenbewältigung gehört zu den komplexesten Aufgaben für die Geschäftsführung bzw. deren Berater. Natürlich kann eine Krise plötzlich zum Beispiel durch das Wegbrechen eines Kunden mit sehr großem Umsatzvolumen entstehen. Krisen zeichnen sich jedoch in der Regel frühzeitig ab und können somit rechtzeitig erkannt und gegebenenfalls auch verhindert werden. Unternehmenskrisen haben immer ähnliche Verläufe, viele Warnsignale werden dennoch gerade von KMUs übersehen oder auch ignoriert. Kommt es jedoch zu dem Punkt, an dem das Unternehmen Liquiditätsprobleme hat, müssen kurzfristige Maßnahmen ergriffen werden. Es werden Maßnahmen wie die Einführung von Factoring oder die Reduktion des Warenbestands durchgeführt. Durch diese Maßnahmen kann das Liquiditätsproblem in der Regel kurzfristig beseitigt werden, jedoch sollte man hier nicht verharren und hoffen, dass sich der Markt wieder beruhigt. Im nächsten Schritt sind grundlegende Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. Ein Unternehmen sollte eine Unternehmensplanung mit Kennzahlen wie Umsatzerlösen, Rohertragsquote und operatives Ergebnis einführen, diese sollte quartalsweise, besser monatlich mit den Ist-Zahlen abgeglichen werden. Sind hier signifikante Abweichungen festzustellen, muss nach dem Grund gesucht und es müssen Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Ein weiterer Frühindikator einer Krise kann der Verlust der Marktführerschaft sein, das führt meistens nicht zu einem negativen Jahresergebnis, jedoch zumindest zu Umsatzrückgängen. Die Sensibilisierung auf solche Frühwarnindikatoren, hilft einem Unternehmen, frühzeitig mögliche Krisen zu erkennen. Eine Krise frühzeitig zu erkennen verschafft einem Unternehmen Zeit, bevorstehende Liquiditätsengpässe zu vermeiden.

SICNUM ist Spezialist im Bereich der Unternehmenssanierung. Wir unterstützen Sie gern im Vorfeld einer Unternehmenskrise. Mehr Infos finden Sie auch hier: Restrukturierung - Sanierung


Rechtsrahmen für die präventive Restrukturierung in der Europäischen Union

04. Oktober 2019: EU-weit ist am 16. Juli 2019 als einheitlicher Rechtsrahmen für die präventive Restrukturierung die sogenannte Restrukturierungsrichtlinie 2019/1023 in Kraft getreten. Hierüber sollen die Sanierungsrechte der EU-Mitgliedstaaten harmonisiert, die Effizienz von Restrukturierungsverfahren gesteigert, Sanierungen erleichtert und mehr Insolvenzen vermieden werden. Die dort formulierten Grundsätze müssen bis spätestens 2022 von allen Mitgliedstaaten in nationales Insolvenzrecht übernommen werden. Kernziele sind die Implementierung eines nationalen Frühwarnsystems für den Eintritt einer wahrscheinlichen Insolvenz, der Zugang zu einem präventiven Restrukturierungsrahmen (mit dem Ziel der Entschuldung) sowie der Zugang zu Finanzierungen mit dem Ziel der frühzeitigen Restrukturierung (Wahrung der „2. Chance“). Unterstützenden Gläubigern soll über verkürzte Verfahrenslaufzeiten eine schnellere und (optimaler Weise) höhere quotale Befriedigung zu Gute kommen. Das zentrale Instrument stellt der Restrukturierungsplan dar, über dessen Inhalte dann mit den betroffenen Gläubigern ein Konsens erzielt werden muss. Die laut Richtlinie „weit“ gefasste Auslegung des Inhalts („restructuring measures″) bietet diverse Gestaltungsmöglichkeit. Ähnlich wie beim Insolvenzplan dürfen sämtliche, rechtlich zulässige Maßnahmen angewendet werden (z.B. finanzielle oder gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung). Wesentlich ist auch, dass das betroffene Unternehmen frei über die einzubeziehenden Gläubiger entscheiden kann. Welche Gläubiger von dem jeweiligen Restrukturierungsplan betroffen sein sollen, orientiert sich einzig an den Planzielen. Die Einteilung in Gläubigerklassen obliegt dem Plansteller (Differenzierung lediglich zwischen besicherten/unbesicherten Gläubigern). Für kleine/mittlere Unternehmen kann diese Klassifizierungspflicht sogar entfallen. Neben Restrukturierungsplänen stellen Moratorien das zweite Kern-Instrument der präventiven Restrukturierung dar. Über einen „Schutzzeitraum“ (vier, höchstens zwölf Monate) erhält der Schuldner gerichtlicher Schutz vor Einzelvollstreckungsmaßnahmen und vor der Kündigung von betriebsnotwendigen Vertragsverhältnissen. Auf diese Weise wird eine störungsfreie Erstellung des Restrukturierungsplans möglich. Finanzierungen, die innerhalb der präventiven Restrukturierung gewährt werden, sollen im Falle einer späteren Insolvenz vorrangig durch den Insolvenzverwalter bedient werden, wodurch das Ausfallrisiko reduziert und somit dem Unternehmen der Zugang zum Kapitalmarkt erleichtert wird.

Trotz diverser Gestaltungsspielräume bei der Ausgestaltung in nationales Recht, setzt die Richtlinie wichtige Impulse für die Schaffung einer besseren, einheitlichen Sanierungskultur in Europa. Zu dieser Kultur gehört die frühzeitige Identifizierung von Risiken und die rechtzeitige Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen. Gleichzeitig sollen so die Kosten von Restrukturierungsprozessen reduziert werden. Dies ist ein wichtiger Punkt gerade für kleine und mittlere Unternehmen.

SICNUM als Spezialist in diesem Bereich, mit langjähriger Erfahrung in der Restrukturierungs- und Sanierungsberatung, unterstützt Sie gern im Vorfeld einer drohenden Insolvenz. Mehr Infos finden Sie auch hier: Restrukturierung - Sanierung


Implementierung eines Frühwarnsystems durch die Mitgliedstaaten

SICNUM-NEWSLETTER September 2019 – Präventive Restrukturierungsrahmen verlangen zwingend Frühwarnsysteme

September 2019: In dieser Newsletter Ausgabe lesen Sie über die im Juni neu verabschiedete Restrukturierungsrichtlinie. In Art. 3 der Richtlinie wird zwingend die Einführung eines Frühwarnsystems durch die Mitgliedstaaten verlangt, damit die Unternehmensführung frühzeitig Umstände erkennen kann, die zu einer wahrscheinlichen Insolvenz führen können. Wie kann so ein Frühwarnsystem ausgestaltet sein? Weiter setzen wir unsere M.O.V.E.®-Reihe fort und betrachten die effizienzsteigernden Maßnahmen in der Fertigung, umgesetzt bei einem unserer Mandanten aus dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau. Zum Schluß freuen wir uns, Ihnen unsere „Berater-Verstärkung“, Herrn Jorge Gamarra und Herrn Lars F. Jaensch, vorzustellen.

Sagen Sie uns Ihre Meinung. Schreiben Sie uns unter vertrieb(at)sicnum.de. Sie möchten zukünftig den SICNUM-Newsletter direkt erhalten? Dann melden Sie sich jetzt dazu an!


Bankenkommunikation in der Krisenzeit

27. September 2019: Häufig ist das Verhältnis zwischen Krisenunternehmen und Kreditgebern angespannt. Die tatsächliche wirtschaftliche Situation wird in solchen Situationen unter Ausnutzung bilanzieller Spielräume verschleiert und die unzureichende Transparenz führt teils zum Vertrauensverlust. In Krisenzeiten muss ein Unternehmen alle finanzierenden Kreditinstitute umfassend und vollständig über den Zustand des Unternehmens informieren. Für Banken stellt es keinen Vertrauensbruch dar, wenn Unternehmen in eine Krise geraten und dadurch das Engagement der Bank gefährdet ist. Da auch die Kreditinstitute einen Verlust erleiden könnten, sind auch sie am Fortbestand des Krisenunternehmens interessiert. Proaktives Handeln sowie eine vorausschauende und partnerschaftliche Kommunikation seitens des Krisenunternehmens ist daher von elementarer Bedeutung.

Es signalisiert gegenüber den Banken, dass das betroffene Unternehmen die Krise erkannt hat und darauf professionell reagiert und handelt. In der Krise ist es nicht ausreichend, einzig die gewohnten Daten und Informationen, wie die monatliche BWA oder Summen- und Saldenliste, den Finanzierungspartnern zur Verfügung zu stellen. Die Kommunikation muss daher intensiver und ausführlicher geführt werden. Entscheidend ist dabei auch, zu vermitteln, dass das Unternehmen sämtliche Krisenursachen erkannt hat und aufzeigt, in welchem Krisenstadium es sich befindet. Darzulegen ist auch, welche Maßnahmen bereits eingeleitet wurden und unter welchen Voraussetzungen bzw. mit Hilfe welcher Maßnahmen (ggf. Sanierungsgutachten) eine nachhaltige Rentabilität wiedererlangt werden kann. Zu dokumentieren ist dies in einer schlüssigen und nachvollziehbaren integrierten Finanz-, Vermögens- und Ertragsplanung, in der die Maßnahmen und Auswirkungen im Planungszeitraum in Beziehung gesetzt und somit sichtbar werden. Auf dieser Grundlage sind die finanzierenden Banken in der Lage, eine Risikobewertung vorzunehmen und das notwendige Engagement aufrecht zu halten.

Haben sich die Banken in einem Gespräch bereiterklärt, die Restrukturierung bzw. Sanierung eines Unternehmens zu begleiten, dann sollten sie im Rahmen der Bankenkommunikation über die Entwicklung des Veränderungsprozesses in Form von qualifizierten Plan-Ist-Vergleichen und ergänzender Kommentierung informiert werden. Soweit negative Abweichungen auftreten, ist es außerdem notwendig, die Ursachen, Hintergründe und die Gegenmaßnahmen aufzuzeigen. Neben der Vielzahl finanzwirtschaftlicher Daten und Informationen sind auch weiche Faktoren erfolgsbestimmend und Teil der Bankenkommunikation. Das bietet den Unternehmen zusätzlich die Chance, die Kreditinstitute von der Leistungsfähigkeit zu überzeugen und weiteres Vertrauen zu schaffen.

SICNUM ist mit langjähriger Bankenkompetenz wertvoller Mittler und Mediator zwischen Kunden und Stakeholdern im Restrukturierungsprozess. Mehr Infos finden Sie auch hier: Restrukturierung - Sanierung


Distressed M&A – der richtige Verkaufszeitpunkt von Krisenunternehmen

13. September 2019: Für M&A-Transaktionen aus einer Unternehmenskrise heraus gibt es meist nur einen Versuch. Daher ist die Wahl des „richtigen“ Zeitpunktes oft entscheidend. Mit fortschreitender Krise verschärft sich nicht nur der unternehmerische Handlungsdruck (steigendes Insolvenzrisiko), auch die Durchsetzbarkeit von attraktiven Verkaufspreisen nimmt rapide ab. Je früher die Situation richtig beurteilt wird, desto besser kann das Unternehmen noch in sicherer Entfernung zur Insolvenz verkauft werden, ohne dass der Markt, der Wettbewerb die eigene Krise realisiert (Vermeidung von Reputationsverlusten). Im worst case, eines Verkaufs in der vorläufigen Insolvenz oder nach Insolvenzeröffnung, stehen aus Sicht des Insolvenzverwalters andere Prioritäten im Vordergrund (Gläubigerschutz), die Einflussnahme des Unternehmers selbst schrumpft entsprechend. Daher ist aus Verkäufersicht ein Verkauf, wenn man sich nicht mehr in der Lage sieht das Unternehmen zu führen, oft schon zu spät. In einem frühen Krisenstadium können „interne Probleme“ zu Gunsten eines späteren Verkaufspreises noch bereinigt werden. Ein frühzeitiger Verkauf bietet eine bessere Verhandlungsposition. Noch ist der Zeitdruck nicht zu intensiv (z.B. Zahlungsunfähigkeit, 3-Wochen-Antragspflicht etc.) und mögliche Angebote und Optionen können gründlich abgewogen werden. Insbesondere in sich anbahnenden Krisensituationen sollte ein möglicher Verkaufsprozess durch professionelle Beratung begleitet werden, um einen möglichst optimalen Transaktionszeitpunkt und -prozess zu gewährleisten. 

SICNUM unterstützt Mandanten im Rahmen eines strukturierten Prozesses bei Unternehmensverkäufen. Infos finden Sie auch hier: MERGERS & ACQUISITIONS


Reagieren Sie rechtzeitig auf die sich abschwächende Konjunktur

04. September 2019: Der deutsche Wirtschaftsrat hat seine Konjunkturprognose für 2019/20 gesenkt. Zeitgleich beginnen im ersten Quartal 2019 die Insolvenzzahlen in der deutschen Wirtschaft zu steigen. Unsere Erfahrungen aus über 750 Sanierungs- und Restrukturierungsprojekten haben uns gezeigt, dass viele Unternehmen die notwendigen Vorbereitungen für ein sich änderndes Wirtschaftsumfeld nicht getroffen haben. Die strategische Ausrichtung ist unklar, die Vertriebsressourcen sind unzureichend und nicht zielgerichtet, die Kostenstrukturen sind nicht optimal, usw. Waren viele KMU bisher mit dem Organisieren ihres Wachstums beschäftigt, so steigt zur Zeit der Wettbewerbsdruck aufgrund zunehmender Verdrängung. Etliche Unternehmen werden in der Folge in Bedrängnis geraten. Wohl dem Unternehmen, das klare Ziele hat und diese auch breit kommuniziert und konsequent umsetzt.

Unser Programm M.O.V.E.® – Maßnahmenumsetzung zur Optimierung von Vertrieb und Effizienz – fasst die spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens und Ihrer Branche zur Festigung Ihrer Wettbewerbsposition zusammen und unterstützt Sie aktiv bei der Umsetzung. Die Bausteine hierbei sind eine hohe Effizienz in Vertrieb und Marketing sowie strategisch strukturierte Organisationen und Prozesse. Ein optimiertes Produktportfolio in Kombination mit definierten Zielvorgaben für alle Unternehmensbereiche und eine offene Kommunikation aller Führungsebenen müssen erreicht werden. Ein umfassendes Controlling liefert die IST-Daten zur Steuerung.

Die SICNUM Berater sind aufgrund ihrer Expertise und langjährigen Erfahrung in unterschiedlichsten Branchen Ihre richtigen Ansprechpartner. Wir begleiten Sie aktiv bei der Verbesserung Ihrer Marktpositionierung und ggf. der Lösung auch schwieriger interner und externer Situationen. Infos finden Sie auch hier: EFFIZIENZ


Forderungsmanagement als ein Baustein der Krisenvermeidung

29. August 2019: Das Forderungsmanagement gilt als ein wichtiger Baustein in der Krisenvermeidung. Fällt eine Forderung uneinbringlich aus, so hat dies negativen Einfluss auf die Liquidität. Parallel dazu entsteht durch die Abschreibung ein direkter negativer Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Zahlreiche Studien belegen, dass die Krisenwahrscheinlichkeit mit der Dauer der Debitoren-Umschlagshäufigkeit korreliert. Forderungsmanagement hat in der Krisenprävention die primäre Aufgabe der Vermeidung von Forderungsausfällen. Sekundäre Aufgabe des Forderungsmanagements ist die Beschleunigung des Forderungsausgleichs der Kunden, da die Forderungen Kredite an Kunden darstellen, die gegen-finanziert werden müssen. Ein Forderungsausfall wird mit jedem Tag einer Verzögerung des Geldeingangs wahrscheinlicher. Es gilt also, das Risiko des Forderungsausfalls zu minimieren. Gerade interne Maßnahmen - wie die Einführung von Forderungslimits pro Debitor, Vorkasse oder Anzahlungen und die präventive Einholung von Bonitätsinformationen - lassen sich schnell und kostengünstig implementieren. Auch die Einführung eines Kennzahlensystems (mögliche Kennzahlen sind: Quote der abgesicherten Forderungen, durchschnittliche Außenstandsdauer und überfällige Forderungen / Gesamtforderungen) kann sinnvoll sein. Als externe Maßnahmen sind für mittelständische Unternehmen die Nutzung von Warenkreditversicherern oder Factoring denkbar. Bei der Einführung des Forderungsmanagements sind die folgenden Faktoren zu beachten: Ziel der Maßnahmen (Monitoring, Minimierung oder Eliminierung des Ausfallrisikos), Frist der Verfügbarkeit, Kosten und zeitlicher Aufwand für die eigenen Mitarbeiter.

Eine Umsetzung dieser Maßnahmen während einer Krisensituation führt ebenfalls zu einer Sicherstellung des Eingangs der Forderungen. SICNUM identifiziert die zentralen Maßnahmen und unterstützt Sie gerne bei der Umsetzung. Infos finden Sie auch hier: CONTROLLING


Liquiditätsengpass trotz guter Auftragslage

12. August 2019: Die internationale Nachfrage verlangt auch von deutschen KMU, sich diesem Markt zu stellen und ihn zu bedienen. Insbesondere kleine Unternehmen aus Industrie und Handel sind jedoch oftmals nicht in den vertrieblichen Strukturen darauf ausgerichtet. Trotz guter Nachfrage und eingehenden Aufträgen kann es zu Liquiditätsengpässen kommen, wenn kein Controlling die Differenz zwischen der eigenen Vertriebskostenstruktur und der Einnahmenseite erfasst und bewertet. Weit entfernte Niederlassungen und Mitarbeiter müssen entsprechende Ziele gemeinsam mit dem KMU vereinbaren und sich an quantifizierbaren Größen messen lassen. Variable Erfolgsbeteiligungen der Mitarbeiter sind hierbei ein sehr wirkungsvolles Mittel zur Steuerung der Niederlassungen und Mitarbeiter. Klare Zuordnungen in den organisatorischen Strukturen sind zu einer effizienten Führung notwendig. 

Unser Programm M.O.V.E.® – Maßnahmenumsetzung zur Optimierung von Vertrieb und Effizienz – fasst die spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens und Ihrer Branche zur Festigung Ihrer Wettbewerbsposition zusammen und unterstützt Sie aktiv bei der Umsetzung. Ziele hierbei sind

  • eine hohe Effizienz in Vertrieb und Marketing
  • strategisch strukturierte Organisationen und Prozesse
  • ein optimiertes Produktportfolio
  • definierte Zielvorgaben für alle Unternehmensbereiche
  • eine offene Kommunikation aller Führungsebenen
  • ein wirksames Controlling aller Aktivitäten

    Unsere Berater sind durch ihre Expertise und langjährigen Erfahrung in unterschiedlichsten Branchen Ihre richtigen Ansprechpartner. In jeder Unternehmenssituation begleitet Sie SICNUM aktiv bei der Verbesserung Ihrer Marktpositionierung und ggf. der Lösung auch schwieriger interner und externer Situationen. Infos finden Sie auch hier: EFFIZIENZ


Distressed M&A – Kauf von Krisenunternehmen – Chance oder Risiko?

30. Juli 2019: Krisenunternehmen stellen für Investoren oder Wettbewerber umfangreiche Chancen dar, sich schnell und unkompliziert den Zugang zu neuen Produkten oder Märkten zu verschaffen. So kann durch vergleichsweise günstige Investitionen die eigene Wettbewerbsposition gefestigt und ausgebaut werden. Wichtig im Falle von Share Deals: Dauerschuldverhältnisse wie Miet-, Leasing-, Lizenz- und Franchiseverträge etc. – bleiben ebenso bestehen wie gewerbliche Schutzrechte, Genehmigungen und Kundenverträge. Mit Übergang des Rechtsträgers besteht parallel die Übernahme unerkannter Risiken, Verbindlichkeiten und Altlasten. Die Herausforderung für den Käufer liegt neben der Kaufpreisfinanzierung auch in der richtigen Bewertung der notwendigen Mittel zur Sanierung. Ein unbedachter Kauf kann schnell zu Liquiditätsengpässen, im Worst Case zur Insolvenz führen.

Auch im Falle eines Asset Deal können für den Käufer deutlich unterschätzte Risiken entstehen, die teilweise erst Jahre später offenkundig werden. Kann z.B. der Verkäufer im Nachgang die Insolvenz nicht abwenden, riskiert der Käufer für die Transaktion in Haftung genommen zu werden bzw. der Insolvenzverwalter kann den Kauf als solches aus unterschiedlichen Gründen (bspw. Gläubigerbenachteiligung, Ungleichheit der Leistungen etc.) rückabwickeln. Anfechtungsrisiken sind für den Käufer von Krisenunternehmen nicht zu unterschätzen. Im Umkehrschluss unterliegt auch der Verkäufer oft unbeachteten Risiken, insbesondere wenn im Zuge des Verkaufs (bis zu einem Jahr) Gesellschafterdarlehen zurückgeführt wurden.

SICNUM verfügt über langjährige, praktische insolvenzrechtliche Erfahrung bei M&A-Prozessen. Infos finden Sie auch hier: MERGERS & ACQUISITIONS


Die Top-10-Fehler bei Bankgesprächen

21. Juli 2019: Die Situation ist kein Einzelfall: Ein gewachsenes und in der Branche etabliertes Unternehmen agiert seit Jahren mit profitablen und hochwertigen Produkten. Mit der wirtschaftlichen Entwicklung ist es zufrieden. Das Management kennt sämtliche Kunden und Lieferanten, ebenso die Wettbewerber. Zudem sind dem Unternehmen, welches sich der konjunkturell etwas eingetrübten Entwicklung nicht ganz entziehen kann, die Herausforderungen der Branche geläufig. Nun besteht zusätzlicher Finanzierungsbedarf und die Geschäftsführung möchte mit der Bank einen Gesprächstermin vereinbaren. Wie kann man sich strukturiert auf dieses Gespräch vorbereiten?

Die formalen Anforderungen der Kreditinstitute an die Kreditvergabe haben sich auch durch zusätzliche aufsichtsrechtliche Vorgaben deutlich erhöht. So müssen Banken im Rahmen der Kreditvergabe neben der üblichen Bonitätsbeurteilung des Kreditnehmers immer mehr überprüfen, ob sich dieses Kreditgeschäft für die Bank überhaupt rentiert. Je höher das Kreditrisiko beurteilt wird, desto mehr Bankeigenkapital muss für diesen Kredit vorgehalten werden, was die Eigenkapitalrendite des Bankinstituts reduziert. Das Bankeneigenkapital ist ein kostbares Gut. Die Bank allokiert dieses dorthin, wo es die höchste Rendite gibt. Das Kreditgeschäft insgesamt ist wettbewerbsintensiv (gerade im Mittelstand) und die Kreditmargen stehen unter Druck. Der Risikoappetit der Banken kann hierdurch abnehmen. In Zeiten der abklingenden Konjunktur wird dies zusätzlich zu mehr Zurückhaltung der Banken in der Kreditvergabe führen.

Nachfolgende Punkte sind von der Geschäftsführung zu verinnerlichen, wie sie am besten nicht vorgehen sollte:

1. Keine Vergleichsangebote prüfen

In Zeiten des Onlinebankings ist es prinzipiell kein Problem, Bankgeschäfte über das Internet abzuwickeln und Angebote im Detail zu vergleichen. Das ist sehr bequem, denn dies führt zu hoher Transparenz über alle Kosten und Leistungen. Viele Unternehmen fühlen sich auch heutzutage noch als Stammkunde ihrer Bank. Gerade das kann allerdings bei einem Finanzierungsgesuch zum Verhängnis werden. Jede Bank sieht es gerne, wenn das Unternehmen alle Geschäfte bei ihr bündelt, aber die wenigsten Banken belohnen das mit einem günstigen Kreditangebot.

2. Kreditgesuch unter Zeitdruck stellen

Dabei handelt es sich um einen Kardinalfehler, der unbedingt vermieden werden sollte. Wenn bis zur letzten Minute gewartet wird, muss das Gespräch möglicherweise unter großem Druck geführt werden. Die Geschäftsführung hat keine Gelegenheit, Angebote zu vergleichen. Sie hat auch keine Alternative, falls der Berater den Kredit ablehnt. Viel besser ist es, sich rechtzeitig um eine Finanzierung zu kümmern und dem Berater einige Tage Zeit zur Prüfung und zur Bearbeitung zu geben. Damit zeigt die Geschäftsführung, dass sie verantwortungsbewusst handelt und sich über die Tragweite ihrer Entscheidung im Klaren ist. Sie hinterlässt einen viel besseren Eindruck bei dem Berater als mit einem hektischen und spontanen Auftritt ohne jegliche Vorbereitung.

3. Im Firmenkundenberater einen Gegner sehen

Wenn die Geschäftsführung davon ausgeht, mit einem Gegner zu verhandeln, hat sie keine guten Karten. Eine gute Einstellung ist, im Berater einen Partner auf Augenhöhe zu sehen. Der Unternehmer freut sich immer auf Gesprächspartner, die sich mit seinem Unternehmen und der Branche auskennen und wenn er aus dem Gespräch zusätzliche Impulse erhält.

4. Gespräch mangelhaft vorbereiten

Fehler Nummer 4 ist ein Kardinalfehler, der leider viel zu häufig zu beobachten ist. Im Gespräch stellt der Berater ein paar Fragen zu Kennzahlen des Unternehmens und zum konkreten Kapitalbedarf. Damit will er eine erste Einschätzung zur Bonität des Betriebs abgeben. Was passiert, wenn die Geschäftsführung diese Zahlen nicht parat hat? Sie vermittelt dann das Gefühl, dass sie schlecht vorbereitet ist. Sie hinterlässt den Eindruck, dass sie nicht sorgfältig über ihr Geschäft nachdenkt und in finanziellen Fragen ‚schwimmt‘. Ist dieser Eindruck erst einmal gewonnen, ist es schwer, hier wieder gegenzusteuern. Viel besser ist es, wenn sich die Geschäftsführung ausreichend Zeit nimmt, um das Gespräch vorzubereiten, um sich und sein Ansinnen souverän vorzustellen. Diese Souveränität strahlt sie dann auch aus und erhöht dadurch ihre Chance auf eine Bewilligung der beantragten Finanzierung. Aber was gehört zu einer guten Vorbereitung im Detail dazu?

5. Businessplan lückenhaft präsentieren

Im Kreditgespräch muss das Unternehmen das Vorhaben genauer vorstellen und das Projekt mit seinen Eckdaten detailliert präsentieren. Dazu nutzt die Geschäftsführung vermutlich eine klassische Präsentation und einen Businessplan als Mittel. Diese sollten unbedingt gut durchdacht sein und valide, nachvollziehbare Zahlen, Daten und Fakten enthalten. Wichtig ist es hier nicht, dass sie mit einer bunten Präsentation auf Werbetour geht. Es geht vielmehr darum, alle relevanten Daten zu dem Projekt und zu seinem Unternehmen auf einen Blick zu verdeutlichen. Ein gut strukturierter Businessplan ist die Basis für den Aufbau eines Unternehmens oder für die Expansion des Betriebs.

6. Keine Hilfe und Sparring annehmen

Für die Erstellung von Businessplan und Präsentation gibt es fachlich versierte Unterstützung. Der Businessplan kann gut mit einem Steuerberater oder einem kundigen Sparringspartner gemeinsam entwickelt werden. Dabei werden noch offene Verständnisfragen geklärt und Unklarheiten eliminiert.

7. Schwache wirtschaftliche Performance

Kein Unternehmen erhält einen Kredit über mehrere Millionen, wenn keine Sicherheiten gestellt werden können. Wenn es also kaum Eigenkapital , oder wenn es sehr hohe Verbindlichkeiten ohne entsprechendes Vermögen hat, wird eine weitere Kreditbewilligung sehr schwierig werden. Das Unternehmen sollte nur dann einen weiteren Kredit aufnehmen, wenn die Firma auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament steht. Alternativ sollte der Kreditbedarf eher geringgehalten werden. Jede Finanzierung muss zurückgezahlt werden. Die Aussichten auf Erfolg werden dagegen steigen, wenn der Finanzierungsbedarf im richtigen Verhältnis zum Eigenkapital steht.

8. Unzureichende persönliche Bonität

Sehr eng mit Fehler Nummer 7 verbunden ist Fehler Nummer 8. Er spielt vor allem bei Gründern eine Rolle, denn hier wird die persönliche Kreditwürdigkeit genau geprüft. Um als Existenzgründer einen Kredit zu erhalten, sollte die Bonität einwandfrei sein. Es sollten SCHUFA Eintragungen geprüft und sichergestellt sein, dass keine Negativeinträge vorhanden sind.

9. Unpassendes persönliches Auftreten

Von sehr großer Bedeutung ist das persönliche Auftreten im Gespräch. Die Geschäftsführung muss dem Bankberater das Projekt „verkaufen“. Deshalb muss sie ihm im Gespräch einen umfassenden Eindruck von dem Vorhaben vermitteln. Der größte Erfolgsfaktor neben fundierten Unterlagen aber ist das persönliche souveräne und sympathische Auftreten. Anregungen des Beraters sollten angenommen werden, sind diese doch wertvolle Impulse, um das Vorhaben noch zu optimieren.

10. Benötigte Unterlagen liegen nicht vor

Die Geschäftsführung hat das Gespräch mit dem Bankberater erfolgreich hinter sich gebracht. Dieser ist von dem Projekt überzeugt und sagt zu, das Ansinnen zu prüfen. Dazu möchte er noch einige Informationen erhalten. Wenn das Unternehmen jetzt vergisst, die angeforderten Dokumente rechtzeitig vorzulegen, muss der Berater glauben, dass ggf. kein Interesse an der Finanzierung besteht. Die schnellstmögliche und vollständige Bereitstellung der gewünschten Unterlagen untermauert die professionelle Vorbereitung des Kreditantrags.


Erfolgreich durch motivierte und leistungsbereite Führungskräfte und Mitarbeiter

11. Juli 2019: Der Begriff der „Restrukturierung“ erzeugt bei Menschen in einem Unternehmen unterschiedliche Reaktionen. Der kleinere Teil der Mitarbeiter weiß, dass eine gut geplante Restrukturierung nicht nur für ein Unternehmen eine gute Chance ist, nach einer Krise oder sogar einer Insolvenz wieder erfolgreich am Markt zu agieren , sondern auch für leistungsfähige Mitarbeiter eine Möglichkeit, ihre Position im Unternehmen deutlich zu verbessern. Der größere Anteil der Mitarbeiter hingegen hat erstmal „Angst“. Angst um den eigenen Arbeitsplatz. Angst vor Veränderungen der bisherigen routinierten Tagesabläufe. Angst davor, die über viele Jahre erreichte Position im Unternehmen zu verlieren. Wird nun von der Geschäftsführung unvorbereitet verkündet, dass das Unternehmen sich in einer Krise befindet und eine Restrukturierung unumgänglich ist, werden die unterschiedlichen Reaktionen der Mitarbeiter die Chancen auf eine erfolgreiche Umsetzung minimieren. Gute Mitarbeiter könnten durch die „Flucht nach vorn“ das Unternehmen verlassen. Die anderen könnten versuchen, die anstehenden Veränderungen zu verhindern. Aus unserer Sicht kann eine „Restrukturierung“ gelingen, wenn:

• die Geschäftsführung mit aller Kraft die notwendigen Maßnahmen entwickelt und willens ist, diese umzusetzen

• ein krisenerfahrener Interim Manager oder Chief Restructuring Officer (CRO) das Unternehmen bei der Umsetzung unterstützt

• wichtige und leistungsfähige Führungskräfte motiviert sind, die Maßnahmen mit den Mitarbeitern des Unternehmens umzusetzen

• potenzielle „Verhinderer“ frühzeitig identifiziert werden und über geeignete Personalmaßnahmen das Unternehmen, zum Wohl der verbleibenden Mitarbeiter, verlassen

SICNUM unterstützt Sie gern frühzeitig dabei die Weichen für eine erfolgreiche Restrukturierung zu stellen und somit Ihr Unternehmen wieder auf den richtigen Kurs zu führen. Mehr Infos finden Sie auch hier: Restrukturierung - Sanierung


Sanierungsphase endet nicht mit der Erstellung des Sanierungsgutachtens!

03. Juli 2019: Die Einschätzung über die notwendige Intensität, über nächste Teilschritte des Sanierungsprozesses oder über die Wahrnehmung, wann das Unternehmen saniert ist, variieren zwischen Unternehmenssicht (Geschäftsführung, Gesellschafter) und externen Interessengruppen (Hausbank, Warenkreditversicherer) zum Teil stark. In diesem Spannungsfeld bewegt sich auch SICNUM in der Restrukturierungs- und Sanierungsberatung. Die unterschiedlichen Wahrnehmungen überraschen nicht, begründen sich z.B. in der fehlenden Einsicht des Unternehmers, dass eine Krise vorliegt, in unterschiedlichen Erfahrungen im Umgang mit Krisen, hoher Emotionalität beim Inhaber, der Angst vor harten Sanierungsschritten, etc. Diese Gründe gepaart mit der nicht zu leugnenden Tatsache, dass die Zeit der Erstellung eines Sanierungsgutachtens für alle im Unternehmen beteiligten Personen eine sehr intensive und fordernde Zeit ist, führen nach unserer Erfahrung nicht selten zu einem Bruch in den Bemühungen des Unternehmens. Insbesondere der Zeitpunkt nach der Erstellung des Sanierungsgutachtens mit geglückter Durchfinanzierung (alle Finanzierungspartner sind an Bord) wird durch das zu sanierende Unternehmen leider oftmals als Abschluss des Sanierungsprozesses gesehen. Unternehmen, die sich nach diesem ohne Zweifel wichtigen Teilschritt in ihren Anstrengungen bewusst (z.B. aufgrund von Kostenaspekten) oder unbewusst (z.B. aufgrund von Fehlern in der Führung) zurücknehmen, werden, gemäß unserer Erfahrung aus über 20 Jahren erfolgreicher Restrukturierungs- und Sanierungsberatung, mit hoher Wahrscheinlichkeit den Sanierungsprozess nicht erfolgreich abschließen. Die Maßnahmenumsetzung während der Erstellung des Sanierungsgutachten darf nicht als Alibi z.B. gegenüber Finanzierern („Wir tun doch etwas“) gesehen werden, nur um dann mit erfolgreicher Erreichung der Durchfinanzierung einzuschlafen. Gerade das bei den Finanzierungspartnern geschaffene Vertrauen durch das gemeinsam entwickelte Sanierungsgutachten ist zu nutzen, um die Chancen der Sanierung des Unternehmens bestmöglich zu realisieren. Dies erfordert gerade auch nach Fertigstellung des Sanierungsgutachtens:

• Konsequente Umsetzung der identifizierten Maßnahmen und Realisierung der Potenziale

• Kein Zeitverlust bei der Maßnahmenumsetzung z.B. durch Reibungsverluste

• Klare Führung des Unternehmens (sofern notwendig mit einem CRO) mit klaren Entscheidungen

• Klare Kommunikation sowohl unternehmensintern (Führungskräfte, Betriebsrat, Mitarbeiter) als auch extern (Finanzierungspartner)

• Konsequente Kontrolle der Maßnahmenumsetzung durch eine qualifizierte (externe) Person

SICNUM unterstützt Sie während des gesamten Zeitraums der Restrukturierung und Sanierung Ihres Unternehmens. Für uns endet der Prozess nicht mit der Erstellung des Sanierungsgutachtens. Wir empfehlen den Unternehmern, dies auch so zu sehen und Gutachten und Umsetzung ganzheitlich durch uns begleiten zu lassen. Mehr Infos finden Sie auch hier: Restrukturierung - Sanierung


NPL – Non Performing Loans heiß diskutiert.

SICNUM-NEWSLETTER Juni 2019 – Banken und Experten diskutieren über die Folgen der strengeren Vorgaben von notleidenden Krediten – NPL (Non Performing Loans)

Juni 2019: In dieser Newsletter Ausgabe stehen die aufsichtsrechtlichen Vorgaben an Banken für den Umgang mit notleidenden Krediten (NPL – Non Performing Loans) im Vordergrund. Wie werden die Banken auf diese Vorgaben reagieren? Welche zusätzlichen Herausforderungen müssen in Restrukturierungs-/Sanierungs- situationen von den Beteiligten bewältigt werden? Mit erfahrenen Experten kann SICNUM u.a. bei der Erarbeitung von Finanzierungsanträgen die Weichen richtig stellen und die Kreditentscheider schnell in die Lage versetzen, unter Beachtung der NPL-Vorgaben eine für die Bank konsensfähige Finanzierung der Unternehmensrestrukturierung mitzutragen. Wir setzen unsere M.O.V.E.® - Reihe fort und betrachten die Grundlagen eines professionell ablaufenden Einkaufs, umgesetzt bei einem unserer Mandanten aus dem Bereich Kunststoffspritzguss. Last but not least freuen wir uns, Ihnen unsere „Berater-Verstärkung“ Herrn Frank Adams sowie Herrn Manfred Sommer vorzustellen.

Sagen Sie uns Ihre Meinung. Schreiben Sie uns unter vertrieb(at)sicnum.de. Sie möchten zukünftig den SICNUM-Newsletter direkt erhalten? Dann melden Sie sich jetzt dazu an!


Beste Rahmenbedingungen zur Restrukturierung in Deutschland

24. Juni 2019: Nach Einschätzung von Experten steigen die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland in diesem Jahr seit 2009 erstmals wieder um circa 3 % an. Erwartet werden rund 20.000 Insolvenzen, die u.a. durch den Handelskrieg zwischen den USA und China und dem Brexit begründet sein können. Allerdings haben die in den vergangenen Jahren in Deutschland vorgenommenen Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen von Insolvenzverfahren die Chance auf eine Restrukturierung und die Rettung eines Unternehmens deutlich befördert. Ausgehend von der in den 1990 Jahren gültigen Konkursordnung über die im Jahr 1999 in Kraft getretene Insolvenzordnung sowie der weiteren gesetzlichen Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) in 2012 haben sich die rechtlichen Bedingungen für die Restrukturierung und Sanierung von Unternehmen zuletzt deutlich positiv entwickelt. Deutschland wird heute (nach Finnland und Japan) an der Spitze der Länder mit den modernsten und wirtschaftsfreundlichsten Insolvenzverfahren gesehen. Weitere Erleichterungen der Insolvenzprozesse sind mit der noch ausstehenden Umsetzung der Richtlinie für Präventive Restrukturierungsrahmen durch das EU-Parlament von März 2019 in deutsches Recht zu erwarten. Unter Berücksichtigung der bereits bestehenden und der zukünftigen Regelungen ist Deutschland zu einem gut aufgestellten Standort für die Restrukturierung von Unternehmen geworden. Unternehmen mit einer wirtschaftlichen Krise können daher mit Zuversicht in die Zukunft schauen und die geschaffenen Rahmenbedingungen als Chance sehen.

SICNUM verfügt über langjährige Erfahrung in der Restrukturierungs- und Sanierungsberatung und unterstützt Sie erfolgreich im Vorfeld einer drohenden Insolvenz. Mehr Infos finden Sie auch hier: Restrukturierung - Sanierung


Financial Due Diligence im Krisenumfeld

20. Juni 2019: Die Financial Due Diligence im Rahmen eines Unternehmenserwerbs beinhaltet die betriebswirtschaftliche Analyse der Zielgesellschaft im Hinblick auf Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung. Diese Analysen der Financial Due Diligence sind - im Gegensatz zur gesetzlichen Jahresabschlussprüfung - darauf ausgerichtet, betriebswirtschaftlich fundierte Entscheidungshilfen zu liefern, mit denen ein potenzieller Erwerber bzgl. seiner Investitionsentscheidung konkrete Grundlagen erhält. Die hierzu erforderliche Prüfung beinhaltet einerseits vergangenheitsbezogene Analysen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie andererseits die darauf aufbauende, zukunftsgerichtete Planungsrechnung. Bei einem Erwerb eines Unternehmens in der Krise steigen die Anforderungen und potenziellen Risiken meist deutlich an. Gründe hierfür sind insbesondere steigender Zeitdruck, problematische Liquiditätssituation des Zielobjektes, intransparente Datenlage, Schwächen in der Organisation (u.a. Verlust von wichtigen Mitarbeitern) sowie das Wegbrechen von Kunden und Lieferanten. Eine sorgfältige Analyse der Krisenstadien und insbesondere der Krisenursachen stellt den Ausgangspunkt für die Erarbeitung erforderlicher bzw. geeigneter Sanierungsmaßnahmen sowie die Erstellung einer belastbaren integrierten Planungsrechnung dar.

SICNUM verfügt über langjährige M&A-Erfahrung sowie über eine einschlägige Restrukturierungsexpertise und berät sowohl die Käufer- als auch die Verkäuferseite. Infos finden Sie auch hier: MERGERS & ACQUISITIONS


Effizienz – Fertigung im Blindflug

06. Juni 2019: Gerade in Restrukturierungs- bzw. Sanierungsphasen ist absolute Transparenz über alle Bereiche des Unternehmens Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Restrukturierungsprozess. Die Fertigung macht in Industrieunternehmen wie auch Handwerksbetrieben den Kern der operativen Auftragsabwicklung und Wertschöpfung aus. Unsere langjährige Erfahrung zeigt, dass gerade hier oft durch mangelnde Transparenz eine Unternehmenssanierung gefährdet wird. Eine saubere Kapazitätsplanung und Disposition ist dabei ebenso wichtig wie eine laufende Auslastungssteuerung.

Wenn es zu Veränderungen der Produktionszahlen kommt, muss die Fertigungsleitung mit wirksamen Werkzeugen schnell erkennen, wenn Kapazitäten anzupassen sind. Ist eine Veränderung nachhaltig, muss sie gemeinsam mit der Geschäftsführung über Neueinstellungen oder einen Abbau von Personal, ggf. auch über Investitionen oder Desinvestitionen des Maschinenparks nachdenken. Aus einer stets aktuellen rollierenden Fertigungsplanung müssen auch die Restrukturierungsanforderungen an die anderen Unternehmensbereiche (Vertrieb, Einkauf, …) abgeleitet und koordiniert werden. So benötigt z.B. der Vertrieb Informationen, wenn Fertigungsbereiche mit Über- oder Unter-last fahren. Jederzeitige Transparenz in der Fertigung - wie auch in allen anderen Unternehmensbereichen – ermöglicht es, kurz- und auch längerfristig die Kostensituation zu optimieren.

SICNUM identifiziert die zentralen Maßnahmen, um Ihre Ressourcen auf die Anforderungen abzustimmen und erfolgsgefährdende Über- oder Unterkapazitäten zu minimieren. Natürlich unterstützen wir Sie mit unserer umfassenden Restrukturierungserfahrung auch aktiv bei der Umsetzung in Ihrem Unternehmen. Mehr Infos finden Sie auch hier: Effizienz


Restrukturierung als Chance

03. Juni 2019: Aufgrund der noch immer anhaltenden konjunkturellen Schwierigkeiten einiger Mitgliedsstaaten der Europäischen Union hat die Europäische Kommission einen Gesetzentwurf für Restrukturierungs-verfahren veröffentlicht. Idee der Gesetzesnovelle ist es, eine mögliche Unternehmenssanierung bereits zeitlich vor einer Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung durchzuführen und somit die Chance zu nutzen, eine sich anbahnende Insolvenz zu verhindern.

Kern jeder Restrukturierung muss die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sein, um nach der Sanierung wieder branchenübliche Renditen zu erwirtschaften. Das heißt, dass nicht nur eine Bereinigung der Passivseite der Bilanz bewirkt werden muss, sondern eine darüberhinausgehende leistungswirtschaftliche Sanierung. Grundlage hierzu ist die Ermittlung der renditefähigen Produkte bzw. Sparten des Unternehmens. Weniger renditefähige Produkte sind durch ertragssteigernde Maßnahmen wieder in den profitablen Bereich zu führen oder gegebenenfalls aus dem Portfolio zu eliminieren. Bei der Erarbeitung der ertragssteigernden Maßnahmen ist das Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette zu analysieren. Bei dieser Analyse sind nicht nur die werteschöpfenden Aktivitäten zu beachten, sondern auch die unterstützenden Aktivitäten des Unternehmens zu durchleuchten, wie zum Beispiel die Entwicklung oder kaufmännische Abteilungen. In manchen Fällen reicht diese Analyse nicht aus, hier muss die Strategie des Unternehmens überarbeitet werden. Dabei kann man sich nicht einer Standardlösung bedienen, sondern es muss Unternehmens individuell vorgegangen werden. Grundsätzlich muss die Kernkompetenz des Unternehmens herausgearbeitet und der Fokus hierauf gerichtet werden.

SICNUM hat langjährige Expertise im Bereich der Restrukturierungs- und Sanierungsberatung und unterstützt Ihr Unternehmen gerne bei der frühzeitigen Unternehmenssanierung. Mehr Infos finden Sie auch hier: Restrukturierung - Sanierung


Erfolgreich durch die Sanierung mit Hilfe eines externen Chief Restructuring Officer (CRO)

22. Mai 2019: Gründe für Krisen von langjährig erfolgreichen mittelständischen Unternehmen sind sehr vielseitig. Neben den klassischen Erfolgs- und Liquiditätskrisen besteht in diesen Unternehmen fast immer eine über Jahre gewachsene „Betriebsblindheit“, nach dem Motto: „Das haben wir schon immer so gemacht.“ Die daraus entstandenen Krisenursachen können die Mitarbeiter aber vor allem die Führungskräfte allein nicht beseitigen, da die Betriebsblindheit ganz schlicht verhindert, dass die vorhandenen Problembereiche erkannt werden können.

In unseren Sanierungsprojekten treffen wir häufig auf Geschäftsführer und Gesellschafter, die sich nicht eingestehen können, dass sie die Sanierung ihres Unternehmens nicht ohne die Unterstützung eines erfahrenen externen Chief Restructuring Officer (CRO) schaffen werden. Dabei bietet ein erfahrener CRO neben seinem umfangreichen Branchenwissen aus vergleichbaren Projekten und dem wertfreien Blick von außen auf das Unternehmen (interne Prozessabläufe und Mitarbeiterverhalten) auch einen unbelasteten Status gegenüber Banken und Investoren. Dieser Status ist vor allem hilfreich, um verlorengegangenes Vertrauen wiederaufzubauen und zu stärken.

SICNUM verfügt über einen großen Pool an erfahrenen und erfolgreichen CRO, die Sie bei der Umsetzung Ihrer Unternehmenssanierung unterstützen können. Mehr Infos finden Sie auch hier: Restrukturierung - Sanierung


Restrukturierung – Gründe für das Scheitern

16. Mai 2019: In wirtschaftlich schweren Zeiten leiten viele Unternehmen Restrukturierungen ein, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Doch nicht immer ist der Erfolg von Dauer oder er bleibt aus, wie Studien zeigen. Häufig werden Anzeichen für eine Krise verzögert oder gar nicht wahrgenommen. Infolge dessen setzen Restrukturierungsmaßnahmen zu spät ein oder sie sind in Bezug auf die wirtschaftliche Situation nicht umfassend und tiefgreifend genug bzw. nicht zielgerichtet. Zudem erschwert hoher Handlungsdruck die Situation sowie eine koordinierte Restrukturierung. Als weiteren Grund für das Scheitern von Restrukturierungen wird unzureichende Transparenz im Controlling angeführt. Nur entscheidungsrelevante Informationen zu Deckungsbeiträgen von Produkten oder Leistungen erlauben es, ergebnisverbessernde Maßnahmen ergreifen zu können. Ohne diese Informationsgrundlage ist es schwer, richtige Entscheidungen zu treffen. Unter Umständen verschärfen dann falsche Entscheidungen die Krisensituation zusätzlich. Zum Misserfolg von Restrukturierungen trägt auch das Ausblenden lang bekannter Problemfelder durch das Management bei sowie das Festhalten an überholten Strukturen. Für den Erfolg einer Restrukturierung sind grundlegende Veränderungen notwendig. Bereichsgrenzen müssen daher aufgebrochen, Schnittstellen verringert und das Unternehmen als Ganzes gesehen werden. Nicht selten führt der Abbau von Personal schnell zur sichtbaren Kostenreduzierung. Eine Nachhaltigkeit stellt sich aber nur ein, wenn der Abbau des Personals an den Bedarf der neuen Prozesse und Strukturen angepasst ist. Sind die Einschnitte zu tief, führt Überlastung zum Gegenteil und birgt die Gefahr zusätzlicher Kosten aufgrund mangelnder Qualität. Im Zusammenhang mit der Einführung neuer Prozesse wird auch ein anderer Aspekt als Faktor für einen Misserfolg genannt. Die Implementierung neuer Prozesse darf keine kurzfristige Aktion sein und sie ist kein Automatismus. Eine konsequente Umsetzung ist deswegen ebenso erforderlich, wie neu implementierte Prozesse in den Standard zu überführen. Ansonsten ist das Risiko hoch, Potenziale nicht auszuschöpfen und in alte Muster zu verfallen.

Als weitere erfolgsbestimmende Variable wird auch die Ausrichtung eines Unternehmens angesehen. Die alleinige Neuausrichtung der operativen Excellence reicht nicht aus, um nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zur Ableitung einer Strategie und Maßnahmen müssen auch aktuelle und vor allem zukünftig erwartete Markt- und Technologiebedürfnisse in die Überlegungen einbezogen werden. Die Gründe für das Scheitern von Restrukturierungen sind vielschichtig und hier nicht abschließend genannt.

SICNUM hat langjährige Expertise im Bereich der Restrukturierungs- und Sanierungsberatung und unterstützt Ihr Unternehmen gerne bei der frühzeitigen Unternehmenssanierung. Weitere Infos unter: Restrukturierung - Sanierung


Distressed M&A – Erfolgsfaktoren der M&A-Beratung

09. Mai 2019: Distressed M&A-Verfahren (aus einem vorläufigen Verfahren, von Unternehmen in Eigenverwaltung oder vom Insolvenzverwalter im eröffneten Insolvenzverfahren) stehen unter deutlich kritischeren Vorzeichen als klassische M&A-Transaktionen. Der Distressed M&A-Prozess ist geprägt durch diverse kritische Faktoren, die vor, während und nach der Transaktion den Prozess insgesamt beeinflussen können. Die Unterschiede liegen vor allem in der instabilen Liquiditätslage, dem hohen Risiko, den unterschiedlichen Stakeholder-Interessen, der oftmals intransparenten Datenlage und dem eingeschränkten Handlungsspielraum. Die Identifikation und Entwicklung des gesunden Kerns des Unternehmens sind Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Transaktion. Je nach Transaktionszeitpunkt ist der Faktor Zeit eine kritische Komponente. Die eigentliche M&A-Beratung nimmt hier nur einen Teilbereich der Gesamtberatung ein. Ein Distressed M&A-Berater vereint die Kernkompetenzen klassischer M&A-Prozesse und Sanierungsexpertisen. Daher sind auch die qualitativen Anforderungen an einen „Distressed M&A-Berater“ wesentlich breiter gestreut. Neben der klassischen M&A-Kompetenz (Branchenkenntnis, gute nationale und internationale Vernetzung etc.) sind bei sog. „Notverkäufen“ operative Restrukturierungs- und Sanierungskompetenzen (Liquiditätssicherung, Entwicklung und Umsetzung von strategischen und operativen Maßnahmen, Sicherstellung der operativen Leistungsfähigkeit, rechtliche Sanierungserfahrung) wesentliche Erfolgsfaktoren.

Durch das SICNUM Leistungsspektrum werden alle relevanten Bereiche abgedeckt. SICNUM verfügt über langjährige, praktische insolvenzrechtliche Erfahrung bei M&A-Prozessen. Infos finden Sie auch hier: MERGERS & ACQUISITIONS


Die Bedeutung der Liquiditätsplanung in der Krise

15. April 2019: In einer Krisensituation dient die Liquiditätsplanung als wichtiges unterstützendes Instrument zum erfolgreichen Turnaround, weil sie in unterschiedlicher Hinsicht wichtige Informationen liefert und dadurch den Erfolg eines Sanierungsprozesses wesentlich beeinflusst. So hängt im Besonderen von der Liquidität ab, welche Maßnahmen oder operative Handlungen im Unternehmen umgesetzt werden können bzw. sogar müssen und in welchem finanziellen Rahmen sie sich bewegen dürfen. Die Liquiditätsplanung erfüllt damit eine wichtige Steuerungsfunktion, auf dessen Basis richtungsweisende Entscheidungen getroffen werden.

Vor diesem Hintergrund sind auch die Anforderungen an eine verlässliche und solide Liquiditätsplanung hoch. Dazu zählt, dass eine Planung alle verfügbaren und bekannten Informationen berücksichtigt, auf dessen Grundlage eine Prognose mit unterschiedlichen Szenarien und Planungshorizonten vorgenommen werden kann. Außerdem sollten die Daten strukturiert, widerspruchsfrei und nachvollziehbar aufbereitet sein sowie abschließend vollständig dokumentiert werden. Gerade in Krisenzeiten ändert sich eine Situation sehr schnell. Entsprechend muss die Planung im Einzelfall auch Abweichungen standhalten. Auf der zuvor genannten Basis unterstützt die Liquiditätsplanung darüber hinaus auch den Kommunikationsprozess mit Stakeholdern. Sie dient als Leitlinie und zeigt die Beiträge und Effekte von Maßnahmen auf. An ihr lassen sich sodann auch Prioritäten vornehmen und Maßnahmen festlegen. Eine substantiierte Planung schafft Transparenz über die aktuelle und zukünftige finanzielle Situation. In Verbindung mit einer offenen Kommunikation ist es möglich, Vertrauen bei den Stakeholdern zu schaffen oder gar verloren gegangenes Vertrauen wiederzugewinnen. Dies ist besonders wichtig, um neue respektive weitere Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen und Zweifel beim Verdacht einer Zahlungsunfähigkeit auszuräumen.

Die voran gestellten Ausschnitte zur Bedeutung und Funktionen der Liquiditätsplanung in der Krise verdeutlichen, eine qualifizierte Planung der Liquidität geht über die Gegenüberstellung von Einzahlungen und Auszahlungen hinaus. Die Anforderungen an die Datenqualität sind hoch und der Planungsprozess, die Simulation von Szenarien als auch das Verständnis für finanzwirtschaftliche Zusammenhänge sind komplex und erfordern fachliche Kompetenz. Nicht selten fehlt in mittelständischen Unternehmen ausreichende Erfahrung oder aber die personelle Kapazität ist in Krisensituationen nicht ausreichend.

SICNUM verfügt über langjährige Erfahrung in der Restrukturierungs- und Sanierungsberatung und unterstützt Sie bei der professionellen Erstellung einer Liquiditätsplanung und der Institutionalisierung des Planungsprozesses. Mehr Infos finden Sie auch hier: Restrukturierung - Sanierung


Factoring – eine interessante Finanzierungsform in Sanierungsprozessen

10. April 2019: In Sanierungsprozessen ist die Aufrechterhaltung der Liquidität häufig eine wesentliche Bedingung für die erfolgreiche Neuaufstellung des Unternehmens. Damit die Zahlungsfähigkeit auch in Umbrüchen und Krisensituationen erhalten bleibt, tragen flexible und kurzfristige Finanzmittel häufig dazu bei, dass die Wende der Unternehmensentwicklung erreicht werden kann. Gerade in Unternehmenskrisen, in denen weitere Darlehen schwer zu beschaffen sind, stellt Factoring eine alternative Finanzierungsform dar. Ihre positive Wirkung liegt darin, dass keine weiteren Verbindlichkeiten entstehen. Vielmehr werden offene Forderungsbeträge durch Factoring-Institute vorzeitig zur Verfügung gestellt und so Liquiditätsengpässe behoben. Durch den Kauf der Forderungen wird der Cashflow aufrechterhalten und das Forderungsausfallrisiko verringert. Circa 90 Prozent der Forderungen können so durchschnittlich kurzfristig in Liquidität umgewandelt werden. Damit stellt Factoring eine sinnvolle Ergänzung klassischer Finanzierungsinstrumente dar. Selbst im Fall einer Insolvenz ist Factoring eine geeignete Finanzierungsoption.

SICNUM berät Sie gern über bestehende Finanzierungslösungen. Im Vorfeld einer drohenden Insolvenz unterstützt SICNUM Unternehmen, diese erfolgreich durch eine Restrukturierung bzw. eine Sanierung abzuwenden. Mehr Infos finden Sie auch hier: Restrukturierung - Sanierung


Strategie – Individualisierung als Schritt in die Zukunft

04. April 2019: Ob B2C oder B2B, ob im Einzelhandel/Retail- oder im gewerblichen Bereich: Viele Unternehmen geraten durch Onlineanbieter immer mehr unter Druck und können die im Netz geforderten Preise nicht mitgehen. Hinzu kommt, dass durch die ständige Zunahme von Plattformen Kundenkontakt und Kundenbindung verloren gehen. Eine Möglichkeit, diesen Entwicklungen zu begegnen, ist die Individualisierung bzw. Personalisierung von Produkten - ein Trend, der sich künftig immer mehr verstärken wird, da Unternehmen und Personen sich immer häufiger von Massenprodukten abwenden und sich differenzieren möchten. Die Umstellung des Portfolios auf individuelle Produkte wird künftig - neben Digitalisierungsstrategien – ein wichtiger Entwicklungsschritt nicht nur für den Handel, sondern für alle Branchen sein, um sich im Wettbewerb abzuheben und online wie auch offline am Markt zu behaupten. In der Fertigung bedeutet dies, nach Kundenanforderung individuelle Produkte bis zur Losgröße 1 herzustellen. Im Handel sind die Anforderungen nicht anders. Es versteht sich von selbst, dass hierzu die Prozesse, der Maschinenpark und die IT anzupassen sind und ungewohnte Anforderungen an alle internen Ressourcen auf das Unternehmen zukommen. Die technische und kaufmännische Planung, die Erarbeitung der erforderlichen Maßnahmen, die Finanzierung sowie die Umsetzung in die Praxis sind Aufgaben, die ein großes theoretisches und praktisches Know-how erfordern und die Ressourcen im Unternehmen stark belasten.

SICNUM unterstützt Sie gern aktiv mit der Erfahrung aus zahlreichen Projekten in Einzelhandel, Industrie und Gewerbe. Infos finden Sie auch hier: Strategie


Distressed M&A-Verfahren sowie Banken- und Workoutkompetenz

SICNUM-Newsletter März 2019 – SICNUM verstärkt sich mit Bank- und Workoutspezialisten

März 2019: Wir berichten wie SICNUM mit einer speziellen Vorgehensweise und erfolgreicher 22-jähriger M&A-Erfahrung überdurchschnittliche Erfolge bei Distressed M&A-Verfahren in der Unternehmenskrise erzielt. Lesen Sie wie SICNUM mit langjähriger Banken- und Workout-Kompetenz als wertvoller Mittler und Mediator zwischen Kunden und Stakeholdern im Restrukturierungsprozess agiert. Wir stellen Ihnen
unseren neuen Leiter für die Region Süd, Klaus-Jörg Steinbrinck, vor, der mit seiner tiefgreifenden Kenntnis des Restrukturierungsgeschäfts und seinem breiten fachlichen Netzwerk die Beratungsqualität SICNUM ́s außerordentlich bereichert. Herr Steinbrinck ist Experte und Treiber in der wertorientierten Begleitung von tragfähigen Unternehmensneuausrichtungen und dabei stets ein vertrauensvoller Sparringspartner für den Unternehmer und Mittler unterschiedlicher Interessenlagen.

Tauschen Sie sich mit uns aus. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme oder schreiben Sie uns unter vertrieb@sicnum.de. Sie möchten zukünftig den SICNUM-Newsletter direkt erhalten? Dann melden Sie sich jetzt dazu an!


Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung – hohe Verantwortung der Geschäftsführung gerade in Zeiten von Liquiditätsengpässen

29. März 2019: Insbesondere in Zeiten von knapper Liquidität kommt der Geschäftsführung einer Unternehmung die gesteigerte Verantwortung zu, die Zahlungsfähigkeit seines Unternehmens laufend zu überwachen und zu dokumentieren. Die Zahlungsunfähigkeit oder die Überschuldung stellen Insolvenzantragsgründe dar. Bei Unterlassen oder dem verspäteten Stellen eines Insolvenzantrags drohen der Geschäftsführung sowohl strafrechtliche als auch zivilrechtliche Konsequenzen.

Mit dem Wissen aus über 20 Jahren erfolgreicher Projektumsetzung in der Restrukturierungs- und Sanierungsberatung kennen wir bei SICNUM die Unsicherheiten der Geschäftsführung in einer solchen Krisensituation sehr gut. Ebenso wissen wir um die Schwierigkeit von Unternehmen bei Liquiditätsengpässen mangels Erfahrung zu unterscheiden, ob es sich nur um Zahlungsstockungen oder um eine Zahlungsunfähigkeit handelt. Oftmals unterliegt die Geschäftsführung hier Fehleinschätzungen. Wir empfehlen Ihnen rechtzeitig entsprechende Expertise einzufordern, um für Ihr Unternehmen und für Sie die beste Lösung zu finden. Wir unterstützen Sie bei der Aufbereitung, Einordnung und laufenden Überwachung des Finanz- und Liquiditätsstatus Ihres Unternehmens. Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir mögliche Wege heraus aus der Krise und kommunizieren offen und direkt mögliche Risiken. Infos finden Sie auch hier: Restrukturierung - Sanierung 


M&A – Kauf insolventer Unternehmen – Chance oder Risiko?

13. März 2019: Krise und Insolvenz sind oft Anlass für den Verkauf eines Unternehmens und bieten Käufern oft attraktive Chancen. Insbesondere Käufe nach Verfahrenseröffnung (somit der direkte Erwerb vom Insolvenzverwalter) bieten für Investoren oder Wettbewerber die Chance, Assets Know-how oder Marktanteile bzw. Kunden (schnelle Expansion) unkompliziert zu übernehmen. Durch die insolvenzrechtlichen Sanierungsmöglichkeiten des Insolvenzverwalters können zudem notwendige Maßnahmen zur Restrukturierung schnell und unkompliziert realisiert werden (Personalabbau, Absprengen von Altlasten und Dauerschuldverhältnissen). Anfechtungs- und Haftungsrisiken werden im Vergleich zu dem Kauf vor Verfahrenseröffnung minimiert. Käufer müssen sich jedoch der Risiken bewusst sein (unterschätzte Negativ-Außenwirkung, hoher Investitionskosten, Zeitdruck). Der Aufwand für eine anschließende leistungswirtschaftliche Sanierung muss belastbar kalkuliert werden. Sofern alle Chancen und Risiken (z.B. Imageverlust, „enttäuschte Kunden und Lieferanten“) sorgfältig geprüft wurden, ist der Kauf aus der Insolvenz heraus sicherlich eine attraktive Perspektive. Strategische und operative Ziele können wesentlich leichter realisiert werden, die vorinsolvenzlich nur mit hohem finanziellem Aufwand und risikobehaftet erreicht werden können. SICNUM verfügt über langjährige, praktische insolvenzrechtliche Erfahrung bei M&A-Prozessen. Mehr dazu unter: Infos finden Sie auch hier: MERGERS & ACQUISITIONS


Aufsichtsrechtliche Herausforderung beim Umgang mit notleidenden Krediten

01. März 2019: Vor einiger Zeit hat die Europäische Zentralbank (EZB) als relevantes Aufsichtsorgan für die Kreditinstitute einen Leitfaden für Banken zum Umgang mit NPL (Non performing Loans) veröffentlicht. NPL (Non performing Loan) ist ein Kredit, bei dem der Schuldner mit dem Schuldendienst in Rückstand gerät und sich deshalb im Schuldnerverzug befindet, so dass der Kredit vom Gläubiger einzelwertberichtigt werden muss. Das Kernproblem hoher NPL-Bestände in Kreditinstituten liegt in der damit einhergehenden Beschränkung für die Vergabe von Neukrediten mit Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche der betroffenen Banken. Diese verwenden ihre Ressourcen auf der einen Seite für die interne Konsolidierung und Verbesserung ihrer Forderungsqualität, anstatt neue Kredite auszugeben. Andererseits verursachen hohe NPL-Bestände die Notwendigkeit, größere Vorsorgemaßnahmen und eine höhere Kapitalunterlegung für einen potentiellen Kreditausfall zu ergreifen. Ein Mangel an Kreditvergaben kann im Umkehrschluss dazu führen, dass Unternehmen wichtige Finanzierungsmöglichkeiten verlieren. Verschlechtert sich dadurch die finanzielle Situation von Kreditnehmern, so kann dieser Prozess das Auftreten von NPL verstärken und eine negative Wechselwirkung auslösen. Ein gesunder Bankensektor ist relevant für eine nachhaltige und wachsende Wirtschaft. Die Kreditvergaben sind für die Finanzierung und Entwicklung von Unternehmen ebenso elementar wie für die Deckung operationeller Kosten. Ein Rückgang oder gar die Ablehnung von neuen Krediten kann daher signifikante Auswirkungen auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum haben.

Für Sanierungsberater ist es von hoher Bedeutung für die Konzeption und Umsetzung von Sanierungsgutachten, die relevanten aufsichtsrechtlichen Rahmenparameter und die daraus resultierenden Entscheidungsvorgaben in den Kreditinstituten nachvollziehen zu können. Dies um so mehr, um bei der Erarbeitung von Finanzierungsanträgen als erforderliche Flankierung der operativen Sanierungsmaßnahmen die Weichen richtig zu stellen und die Kreditentscheider in die Lage zu versetzen, unter Beachtung der NPL Vorgaben eine in der Bank konsensfähige Mitfinanzierung der Unternehmenssanierung mitzutragen. Infos finden Sie auch hier: Restrukturierung - Sanierung 


Kapitalbeschaffung – Schutz vor der Liquiditätskrise

25. Februar 2019: Die Konjunkturaussichten sind getrübt. Die Verunsicherung wächst. Viele erwarten bereits in 2019 einen Abschwung. Als erfahrene Sanierungsberater haben wir es oft gesehen: Gerät ein Unternehmen in die Absatz-/Erfolgskrise, dann lässt die Liquiditätskrise nicht lange auf sich warten. In einer solchen Phase ist es schwer, bestehende Mittelbedarfe zu decken. Die Hausbank muss auch aus regulatorischen Gründen jegliche Unterstützung genauestens prüfen. Neue Kapitalgeber steigen gar nicht oder nur „teuer“ in der Krise ein. Unternehmerische Pflicht ist es daher, Vorsorge zu betreiben. Innen- und Außenfinanzierung gehören heute (= vor der Krise) auf den Prüfstand. Schärfen sie Ihr Working-Capital-Management. Insbesondere die Vorräte und Forderungen gilt es, effizient zu steuern. Auf der Passiv-Seite sollten Sie sich möglichst breit und fristenkongruent aufstellen. Achten Sie auf die Laufzeiten Ihrer Finanzierungen. In Hinblick auf das attraktive Zinsniveau sind Umschuldungen mit längeren Laufzeiten zu prüfen. SICNUM unterstützt Unternehmen vor und in der Krise. Mehr dazu unter: Infos finden Sie auch hier: Kapitalbeschaffung


Anstieg des Restrukturierungs- und Sanierungsbedarf und der Insolvenzfälle in 2019 erwartet

16. Februar 2019: Wie an dieser Stelle bereits berichtet, wird nach Jahren rückläufiger Fallzahlen in der Insolvenz für die Zukunft von einer Trendumkehr ausgegangen. Dabei hat sich trotz sinkenden Fallzahlen das mittlere Schadensvolumen bereits deutlich erhöht (Anstieg um rund 50% ab 2015). In den Fallzahlen haben einzelne Branchen (Bereiche mit hoher Konsumorientierung, Baugewerbe) bereits im Verlauf von 2018 Entwicklungen gegen den sinkenden Trend gezeigt. Insgesamt hat eine nicht unerhebliche Zahl von Unternehmen in der Vergangenheit, trotz der positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, defizitäre Ergebnisse erwirtschaftet. Mit Eintrübung der wirtschaftlichen Aussichten verstärken sich bei eben diesen („Zombie“) - Unternehmen die Schwierigkeiten massiv. Aus der Erfahrung von über 460 Restrukturierungs- und Sanierungsprojekten wissen wir bei SICNUM: Eine möglichst frühzeitige und realistische Einschätzung einer schwierigen Unternehmenslage ist wesentlich und erhöht bei Entwicklung von individuellen Maßnahmen die Chancen einer erfolgsversprechenden Restrukturierung und Sanierung Ihres Unternehmens um ein Vielfaches.

SICNUM, als einer der wenigen ausgewiesenen Restrukturierungsspezialisten in Deutschland, berät Sie und Ihr Unternehmen in schwierigen Zeiten umfassend für die größtmögliche Aussicht auf eine erfolgreiche Restrukturierung und Sanierung. Infos finden Sie auch hier: Restrukturierung - Sanierung


Abnehmendes Wachstum 2019 – Kostenstrukturen anpassen

06. Februar 2019: Die deutsche Wirtschaft ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2018 im neunten Jahr in Folge gewachsen. Allerdings hat sich das Wachstum mit 1,5 % gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt. Auch für 2019 nehmen die führenden Wirtschaftsinstitute ein weiter abnehmendes Wirtschaftswachstum an. Insgesamt sind die Wirtschaftserwartungen deutscher Unternehmen weiter positiv. Jedoch nimmt die Anzahl der Unternehmen, die die zukünftige Wirtschaftslage pessimistisch einschätzen, nach einer aktuellen Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft zu. Aufgrund des abnehmenden Wachstums und steigender Zinsen gehen Experten davon aus, dass auch die Zahl der Insolvenzen in Deutschland nicht weiter sinken wird. In einzelnen Branchen werden sogar wieder steigende Insolvenzzahlen erwartet. Führende deutsche Großunternehmen richten daher ihr Augenmerk gezielt auf die Reduzierung der indirekten Kosten im Unternehmen und nutzen vorrangig Gemeinkostencontrolling, Benchmarking und Prozess-Reengineering als Instrumente.

Die Gemeinkosten in den indirekten Bereichen entstehen zum einen bspw. durch die zunehmende Automatisierung, Digitalisierung oder zur Erfüllung rechtlicher Anforderungen. Zum anderen sind die internen Leistungen aber auch Teil des Geschäftsmodells eines Unternehmens. Der Anteil der Gemeinkosten an den Gesamtkosten eines Unternehmens ist beträchtlich, bietet aber dadurch ein hohes und nachhaltiges Potenzial zur Kostensenkung. Die Prozesse zur internen Leistungserstellung dürfen daher nicht außer Acht gelassen werden, um sich wettbewerbsfähig im weiter zunehmend volatilen Unternehmensumfeld zu positionieren. Folglich ist eine hohe Transparenz der Kosten in den indirekten Bereichen gefordert, etwa zur zeitlichen Entwicklung, ihrem Ursprung oder Treiber. Budgets und Umlageverfahren allein sind daher zur Steuerung nicht ausreichend und sie helfen nur eingeschränkt, Fehlentscheidungen zu vermeiden.

In vielen mittelständischen Unternehmen fehlen existenzsichernde Controlling-Instrumente oder sie werden nur selten systemisch und umfänglich implementiert. SICNUM unterstützt Sie dabei, das vorhandene Rationalisierungspotenzial in Ihrem Unternehmen zu identifizieren und auszuschöpfen, um Ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Infos finden Sie auch hier: Effizienz


Steht die Fashion- & Lifestyle-Branche im Umbruch? Jetzt hier Lesen.

SICNUM-Newsletter Januar 2019 – Ist die Fashion- & Lifestyle-Branche im Umbruch?

Januar 2019: Die Fashion- & Lifestyle-Branche steht im Umbruch. Durch das sich u.a. verändernde Kaufverhalten sind Unternehmen gezwungen, besser auf Kundenwünsche einzugehen und ihre digitale Präsenz verstärkt aufzustellen. Erfahren Sie in unserem aktuellen Newsletter, wie SICNUM Ihnen mit bester Kompetenz zur Seite steht. Zugleich stellen wir Ihnen Matthias Peters vor, der als Managementberater – fokussiert auf die Modebranche – SICNUM mit seiner langjährigen Branchenerfahrung unterstützt. Des Weiteren setzen wir unser Thema M.O.V.E.® – Maßnahmenumsetzung zur Optimierung von Vertrieb und Effizienz fort und betrachten auf Seite 2 den unterstützenden Prozess des Projektmanagements.

Möchten Sie sich zu diesen Themen mit uns austauschen? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme oder schreiben Sie uns unter vertrieb(at)sicnum.de. Sie möchten zukünftig den SICNUM-Newsletter direkt erhalten? Dann melden Sie sich jetzt dazu an!


Insolvenz in Eigenverwaltung – Eine gute Alternative?

30. Januar 2019: Die Stimmung trübt sich ein und die Anzahl an Insolvenzfällen im Mittelstand nimmt erstmals nach vielen Boomjahren wieder zu. Daher ist es für einige Unternehmer ratsam, sich frühzeitig mit diesem Thema auseinander zu setzen. Denn Zeit ist genau das, was Sie im Fall einer Insolvenz nicht mehr in ausreichendem Umfang haben, um sich selbst über alle Möglichkeiten der Durchführung eines Insolvenzverfahrens zu informieren und das erforderliche Vertrauen aller Beteiligten im Vorfeld aufrecht zu erhalten. Das Insolvenzrecht bietet neben dem Regelverfahren auch die Möglichkeit, eine Insolvenz in Eigenverwaltung durchzuführen. Vorteil dabei ist es, dass Sie als Unternehmer selbst ihr Unternehmen durch das Insolvenzverfahren und damit in eine positivere Zukunft führen können. Allerdings ist dieses Verfahren aus unserer Erfahrung nicht für jedes Unternehmen geeignet und erfordert eine professionelle Vorbereitung. Für den Unternehmer birgt es neben einer großen Chance aber auch weitere Risiken.

SICNUM berät sie im Vorfeld einer drohenden Insolvenz gern über Ihre Möglichkeiten, diese erfolgreich durch eine Restrukturierung bzw. Sanierung abzuwenden. Ist die Insolvenz unabwendbar, begleiten wir Sie gern durch das Insolvenzverfahren. Infos finden Sie auch hier: ESUG-Insolvenz


Variable Vergütungssysteme – Unternehmensergebnisse steigern, Mitarbeiter motivieren

23. Januar 2019: Variable Vergütungssysteme sind heutzutage in vielen Unternehmen ein fester Bestandteil des Personalmanagements. Laut einer Studie des Linked Personnel Panel (LPP) nutzen 58 Prozent aller befragten Betriebe (insgesamt wurden 1.219 Betriebe befragt) ein Gehaltssystem mit variablen Komponenten. Bei Betrieben mit über 500 Mitarbeitern steigt der Anteil sogar auf 80%. Ziele variabler Vergütungsmodelle sind insbesondere:

  • Schaffung von Leistungsanreizen
  • Mitarbeiterorientierung auf ergebnisorientiertes und verantwortungsvolles Handeln
  • Ergebnissteigerung
  • Führungs- und Steuerungsinstrument zur Unterstützung der Unternehmensentwicklung

    Dabei sollten variable Vergütungsbestandteile folgende Eigenschaften aufweisen:

     

  • eindeutig und messbar
  • erreichbar
  • auf die Leistung des Einzelnen abgestimmt
  • durch den Einzelnen beeinflussbar
  • konform mit strategischen Unternehmenszielen

    Berücksichtigt man die dargestellten Kriterien haben variable Vergütungssysteme eine hohe Attraktivität für (leistungsstarke) Mitarbeiter. Neben der Hebung von Ergebnispotenzialen wird die Qualität der Mitarbeiter in Richtung Selbststeuerung und Eigenverantwortung verbessert. Gemeinsam entwickeln wir mit Ihnen ein auf Ihr Unternehmen zugeschnittenes Prämienmodell für Ihre Mitarbeiter. Anschließend begleiten wir Sie bei der Umsetzung. Infos finden Sie auch hier: Controlling

Distressed M&A – Unternehmensbewertung in der Krise

16. Januar 2019: Unternehmen in Krisensituationen zeichnen sich durch eine negative Ertragslage, fehlende Liquidität und große Planungsunsicherheiten sowie hohe Verschuldungsgrade aus. Ist das Unternehmen aus eigener Kraft nicht in der Lage die Krise zu bewältigen, ist ein Distressed M&A-Prozess regelmäßig die einzige Option. Die Unternehmensbewertung in der Krise birgt aufgrund der Unsicherheit der künftigen Unternehmensentwicklung, der Wirksamkeit von Sanierungsmaßnahmen und der Stakeholder- Reaktionen eine deutlich höhere Komplexität in sich. Bewertungsparameter (Beta-Faktoren, Marktrisikoprämien, Zinssätze) sind mit wesentlich größerer Unsicherheit behaftet.

Das Hauptproblem bei der Bewertung liegt in der Prognose der zukünftigen Entwicklung (Krisenursachen, Marktpotenziale, geeignete ertrags- und liquiditätswirksame Maßnahmen etc.) -> ist das Unternehmen sanierungsfähig? Neben der Unternehmensbewertung ist bei einem Distressed M&A-Prozess demzufolge die Ergreifung von kurzfristigen Sofortmaßnahmen und die Erstellung eines umfassenden Sanierungsgutachtens unerlässlich, um auf Basis der Krisenursachen geeignete Maßnahmen zu definieren, um die zukünftige Ertragskraft wiederherzustellen. Zusätzlich ist neben der Beurteilung von Sanierungsgutachten bzw. der Sanierungsfähigkeit auch die Bewertung unter Liquidationsaspekten zu prüfen. Nicht sanierungsfähige Unternehmen sind folglich mit ihrem Liquidationswert zu bewerten.

SICNUM verfügt über langjährige Erfahrungen bei der Durchführung von Unternehmensbewertungen unter Berücksichtigung der besonderen Herausforderungen bei Krisenunternehmen. Infos finden Sie auch hier: Mergers & Acquisitions