2020 – Retten wir den Automobilhandel?

Was steckt hinter den steigenden prognostizierten Insolvenzfällen in der deutschen Automobilindustrie? Heutzutage wird immer stärker ersichtlich, dass sich die deutsche Automobilindustrie in der Krise befindet. Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2025 rd. 30% aller Neuwagen in Europa online verkauft werden. Mehr auf Seite 2 unseres Januar-Newsletters. 


M&A-Prozess in der Insolvenz

18. März 2020: Eine M&A-Transaktion aus der Insolvenz heraus bietet sowohl für den Erwerber als auch für das insolvente Unternehmen erhebliche Chancen (Fortführung, Arbeitsplatzerhalt, Nutzung von Synergiepotenzialen). Mithilfe insolvenzrechtlicher Instrumente können bei der Restrukturierung Problemfelder unter dem Schutz des Insolvenzrechtes bereinigt bzw. neugestaltet werden (z.B. Dauerschuldverhältnisse, Personal). Betriebsnotwendige Assets werden in der Regel im Rahmen eines Asset-Deals an den Erwerber übertragen (Asset-Deal), wobei Vermögenswerte zu Fortführungswerten und ohne Altlasten übernommen werden können. Erfolgsfaktor eines erfolgreichen M&A-Prozesses ist u.a. die professionelle Aufbereitung der Unterlagen, insbesondere eine fundierte leistungswirtschaftliche Analyse, da die Ertragsaussichten für einen potenziellen Erwerber aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens zunächst risikobehaftet sind. SICNUM begleitet bei Unternehmenstransaktionen den gesamten M&A-Prozess und ist auch als Dienstleister für Insolvenzverwalter tätig. Dabei konnten in den letzten Jahren zahlreiche Unternehmensverkäufe abgeschlossen werden. SICNUM verfügt über einschlägige Expertise bei Unternehmensverkäufen in Krisensituationen.

SICNUM steht Ihnen für weitere Informationen gerne zur Verfügung. Infos finden Sie auch hier: MERGERS & ACQUISITIONS


Keine guten Aussichten für einige Branchen in 2020

10. März 2020: Nach rückläufigen Insolvenzfällen in Deutschland in den letzten Jahren rechnen Wirtschaftsanalysten für das Jahr 2020 mit einem Wiederanstieg von Unternehmensinsolvenzen und Restrukturierungen. Hiervon werden einige Branchen besonders betroffen sein. Z.B. die Zukunft der Automobilzulieferer bereitet Experten schon seit Längerem Sorge. Insbesondere der schwächelnde Absatz deutscher Autobauer in China sowie der notwendige strukturelle Umbau der Branche zu Gunsten neuer Antriebstechnologien und zu weitergehender Effizienzsteigerung stellen viele Unternehmen vor finanzielle Herausforderungen. Weitere Absatzprobleme drohen durch potenzielle Strafzölle für Einfuhren in die USA. Auch die Branche des stationären Einzelhandels sieht sich durch die zunehmende Konkurrenz des Onlinehandels nach wie vor mit tiefgreifenden strukturellen Veränderungen konfrontiert. Dies wirkt sich auch auf die Vermieter von Einzelhandelsflächen aus. Für großflächige Immobilien in peripheren Lagen, die in Zeiten der Niedrigzinsen in zu großer Zahl entstanden sind, fehlen nicht selten Anschlussmieter. Des Weiteren wird mit einem Anstieg an Insolvenzen im Gesundheitsbereich gerechnet. Akut gefährdet sind nach Expertenmeinung rund 700 Pflegeheime. Auch Krankenhäuser geraten zunehmend aufgrund kontinuierlicher Verluste in finanzielle Engpässe. Das derzeit schwache Wirtschaftswachstum in Deutschland erfordert - auch in anderen Branchen -eine rechtzeitige Auseinandersetzung mit ökonomisch herausfordernden Situationen und gegebenenfalls mit einer erforderlichen Restrukturierung von Unternehmen.

SICNUM als Spezialist in diesem Bereich, mit langjähriger Erfahrung in der Restrukturierungs- und Sanierungsberatung, unterstützt Sie gern im Vorfeld einer drohenden Insolvenz. Weitere Infos unter: Restrukturierung - Sanierung


Strategie – Kundennutzen als Marketingstrategie

03. März 2020: Insbesondere familiengeführte Unternehmen mit langer Tradition stellen gerne das Erreichte der Vergangenheit in den Mittelpunkt der eigenen Marketingstrategie. Mit Stolz wird der eigene Name als Synonym für Qualität angepriesen. Für den Kunden war es in der Vergangenheit ein Ziel, sich ein Produkt dieses Herstellers leisten zu können. Die Qualität strahlte auf den Kunden ab. Heute ist die Wirtschaft gezwungen, internationaler, schneller sowie effizienter zu handeln und zu denken. Der Kunde muss am Markt bestehen und die eigenen Ergebnisse im Sinne des Stakeholder Value Ansatzes optimieren. Das Markenimage von Lieferanten wird vom Return Of Invest (ROI), von Betriebskosten und gekoppelten Finanzierungsmodellen in den Hintergrund gedrängt. Der eigene (Kunden-) Nutzen steht im Vordergrund. Moderne mittelständische Unternehmen setzen mit Ihrer Marketingstrategie beim Kundennutzen an und zeigen auf, wie sich die betriebswirtschaftlichen Daten beim Einsatz des Produktes zu Gunsten des Nutzers ändern.

SICNUM verfügt mit spezialisierten Beratern und der Erfahrung aus mehr als 20 Jahren Mittelstandsberatung über die notwendigen Kenntnisse und Kapazitäten, um Unternehmen für die bevorstehenden Aufgaben und eine sich verändernde Wirtschaftslage neu auszurichten und zu begleiten. Infos finden Sie auch hier: STRATEGIE


Die CO2-Gesetzgebung zwingt die Automobilbranche zur Restrukturierung in 2020

25. Februar 2020: Dass die Automobilbranche vor grundlegenden Veränderungen steht, ist allgemein bekannt. Wichtigster Grund hierfür ist in 2020 die CO2-Gesetzgebung, welche die Hersteller dazu zwingt, für alle neu zugelassenen Fahrzeuge den Flottengrenzwert von 95 Gramm CO2 je Kilometer einzuhalten. Damit darf der Durchschnittsverbrauch von 4,1 Liter Benzin bzw. 3,6 Liter Diesel je 100 Kilometer nicht überschritten werden. Fahrzeuge mit höherem Verbrauch können durch sparsamere Modelle ausgeglichen werden. Auch wenn die jeweiligen Werte für die Hersteller und dessen Flotte individuell gilt, so ist die Konsequenz bei Nichteinhaltung für alle klar: Je Gramm über dem spezifischen Zielwert muss der Hersteller pro verkauftem Auto 95 Euro Strafe zahlen. Im Ergebnis müssen daher deutlich mehr E-Autos verkauft werden. Um den Strafzahlungen aus dem Weg zu gehen, müsste zum Beispiel der VW-Konzern in 2020 lt. Berechnungen des CAR (Center of Automotive Research) fast 350.000 E-Fahrzeuge verkaufen. Das erscheint aus verschiedenen Gründen unwahrscheinlich. Zunächst bleiben die Hersteller bei der Frage auf die Lieferfähigkeit von E-Autos in ihren Aussagen häufig wage. Mercedes gibt derzeit für den Elektro-SUV EQC eine Lieferzeit von vier bis sechs Monaten an. Ähnliche Lieferzeiten werden auch von anderen Herstellern wie z.B. Audi, VW und Porsche angegeben. Die Umstellung der Produktion auf E-Fahrzeuge kann die ohnehin schwierige Situation bei kleineren Zulieferern (Tier 3 und 4), welche bisher in die Produktion von Verbrennungsmotoren eingebunden waren, erheblich verschärfen, da ihnen keine Zeit zur Umstellung bleibt und die Liquidität fehlt. Auch wenn die Lieferfähigkeit über das Jahr hinweg gesteigert werden kann, müssen die Fahrzeuge noch verkauft werden. An dieser Stelle geben die Hersteller den Druck an den Handel weiter. In Branchenkreisen ist seit Ende 2019 bekannt, dass manche Hersteller die Händler knebeln, indem sie drastische Verkaufsziele vorgeben und bei Nichterfüllung deutliche Sanktionen im Vergütungssystem androhen. Die Bonifikation ist für viele Betriebe jedoch entscheidend für das wirtschaftliche Überleben. Wenn dann bestimmte E-Modelle nicht verfügbar sind, drohen den Händlern existenzgefährdende Ertragseinbrüche.

Als Spezialist im Bereich Unternehmenssanierung unterstützt SICNUM Sie gerne im Vorfeld einer drohenden Insolvenz. Weitere Infos unter: Restrukturierung - Sanierung


Die erfolgreiche Unternehmenssanierung nur als Teamerfolg möglich

19. Februar 2020: Die Anzahl der Stakeholder auch in mittelständischen Unternehmen ist groß. Exemplarische Interessengruppen neben den Gesellschaftern und der Geschäftsführung sind die Kreditgeber, die Arbeitnehmer (oder deren Interessenvertretung), die Lieferanten und Warenkreditversicherer, die Kunden, verschiedene Behörden etc. Der Interessenfokus dieser Gruppen ist per se heterogen und ergibt sich zum Teil aus gesetzlichen Vorgaben und rechtlichen Rahmenbedingungen. In einer sich anbahnenden oder bereits eingetretenen Unternehmenskrise werden diese unterschiedlichen Interessen noch einmal verstärkt sichtbar. Exemplarisch für verschiedene Interessen sei an dieser Stelle die unterschiedliche Erwartung bzgl. der finanziellen Ausstattung zwischen Unternehmen (Notwendigkeit eines adäquaten Finanzierungsrahmens mit ggf. zusätzlichen Mitteln) und den Kreditgebern (Risikominimierung im bestehenden Engagement) angeführt. Ein erfolgreicher Turnaround eines in der Krise befindlichen Unternehmens kann nur gelingen, wenn es sowohl in der Phase der Erstellung des Sanierungsgutachtens als auch in der parallel startenden Umsetzung gelingt, die verschiedenen Stakeholderinteressen zu verbinden. Die größtmögliche Sanierungschance für das Unternehmen resultiert nur bei einem größtmöglichen Konsens aller Beteiligten. Eine erfolgreiche Restrukturierung oder Sanierung des Unternehmens ist immer ein Teamerfolg aller Stakeholder und setzt u.a. eine offene, klare und verbindliche Kommunikation aller Beteiligten voraus. SICNUM ist seit über 20 Jahren erfolgreich in der Restrukturierung und Sanierung mittelständischer Unternehmen tätig. Aus diesen Erfahrungen können wir die Interessenlagen und Rahmenbedingungen der verschiedenen Stakeholder realistisch einschätzen, bewerten und letztendlich - sowohl in der Gutachtenphase als auch in der Umsetzung - gemeinsam mit allen Interessengruppen so ausgestalten, dass die Chancen für eine erfolgreiche Restrukturierung / Sanierung Ihres Unternehmens größtmöglich sind.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf und profitieren Sie von unseren Erfahrungen. Weitere Infos unter: Restrukturierung - Sanierung


Finanzierung 4.0 – neue Möglichkeiten der Finanzierungsgestaltung mit ‚Big Data‘

10. Februar 2020: Die strukturierte Aufbereitung von Informationen aus digitaler Vernetzung und Automatisierung von Maschinen/Anlagen über das „Internet of Things“ (IoT) ermöglicht es mittlerweile immer besser, auf Maschinennutzungs- und Produktionsdaten in ‚Echtzeit‘ zurückzugreifen. Hieraus ergeben sich operative Effizienzpotentiale durch individuelle Optimierung der Einsatzzeiten, Stillhaltephasen und Wartungsintervalle. Lassen sich diese Informationen nicht auch in Finanz-/Kreditprodukte einbringen, die unter Berücksichtigung der jeweiligen Maschinennutzung eine ‚atmende‘ Kapitaldienststruktur ermöglicht? Traditionelle Investitionskredite mit einem vorgegebenen Zins- und Tilgungsplan in Abhängigkeit standardisierter Nutzungsdauern/Abschreibungszeiten (Stichwort: fristenkongruente Finanzierung) laufen bei lahmender Konjunktur, Absatzrückgang und fehlendem Maschinenauslastungsgrad zunehmend Gefahr, in einen Ratenrückstand zu geraten. Eine Lose-Lose-Situation für Unternehmen und Finanzierungspartner. Eine innovative Lösungsmöglichkeit für alle Beteiligten ist eine „Pay-per-Use- Darlehensfinanzierung“: Dies ist ein Darlehen, dessen Rückzahlung von der tatsächlichen Nutzung der Maschine abhängt. Das verhindert, dass eine „auf Pump“ finanzierte Maschine weitere Kosten und Cash Drain in deutlicher Höhe verursacht, obwohl der Betrieb sie gar nicht auslasten kann. Die Höhe der Tilgungsrate hängt von der Zahl der fertigen Werkstücke ab, die mit der Maschine in einem definierten Zeitraum hergestellt wird. Wenn es nicht so gut läuft, streckt sich der Kredit also automatisch. Die finanzielle Belastung gleicht sich an die operativen Einnahmen an. Die Rate könnte sogar gegen null sinken, wenn die Maschine vollständig stillsteht. Möglich kann dies die digitale Technik machen: Die Maschine übermittelt dem Kreditgeber automatisch, wie viele Stücke sie hergestellt hat – via Internet. Wichtige Voraussetzung für die individuelle und flexible Gestaltung o.g. Produkte ist die Bereitschaft und Fähigkeit der Unternehmen, Kreditgebern „Real-Time-Daten“ aus der Produktion bereitzustellen. Unter der Voraussetzung technischer stabiler IT Bedingungen und Verständnis für die kundenindividuellen Bedürfnisse können sich dann für Kreditinstitute auch neue servicerelevante Vertriebschancen ergeben – eine Win-Win-Situation ist möglich. Der Zins variiert wie üblich je nach Bonität des Kreditnehmers, liegt aber im Fall von Pay-per-Use höher als üblich – Kreditgeber lassen sich ihre Flexibilität naturgemäß etwas bezahlen. Um wie viel genau der flexible Zins höher liegt, hängt ebenfalls vom Einzelfall ab. Noch experimentieren alle Beteiligten – erste Kreditgeber, Plattformen und Kreditnehmer - mit den neuen Möglichkeiten. Die Abläufe sind längst noch nicht standardisiert. Um Maschinen mit den Bankdaten zu verknüpfen, sind auch noch erhebliche Investitionen in eine Software- Infrastruktur zu tätigen.

Als erfahrene Experten unterstützt SICNUM mittelständische Unternehmen bei der Erarbeitung von Finanzierungsanträgen zur Kapitalbeschaffung und in der Auswahl von maßgeschneiderten Finanzprodukten. Hierbei identifiziert SICNUM passgenaue Finanzierungsprodukte für die Bedürfnisse des Unternehmens - auch unter Berücksichtigung neuer und innovativer Ansätze. Infos finden Sie auch hier: Kapitalbeschaffung


Distressed M&A in der vorinsolvenzlichen Krise

05. Februar 2020: 2020 wird die Zahl der Unternehmensinsolvenzen weltweit, lt. einer aktuellen Studio der EULER Hermes, das vierte Jahr in Folge steigen (+6 % ggü. 2019). Für Deutschland wird erwartet, dass aufgrund der schwächeren Konjunkturaussichten, insbesondere für den Industriesektor, dem textilen Einzelhandel und für die Zulieferkette der Automobilindustrie, ein Anstieg um rd. +3% auf 19.950 Fälle erfolgen wird. Bereits in 2019 wurde ein deutlicher Anstieg von Großinsolvenzen verzeichnet. Genügen unternehmenseigene Sanierungsmaßnahmen nicht, um die Krise zu bewältigen, müssen zeitnah alternative Strategien eingeleitet werden. Insbesondere mit zunehmender Verschärfung der Krise bzw. einem nahenden Insolvenzrisiko kann ein Distressed M&A Prozess eine attraktive Handlungsoption darstellen (z.B. Investorensuche, Teil-/Gesamtverkauf). Bereits in „normalen“ Zeiten sind M&A-Transaktionen komplex, in Krisensituationen steigt die Komplexität noch an, insbesondere in insolvenznahen Liquiditätskrisen. Hierdurch verschärft sich der Zeitdruck erheblich, die Reputation, Kunden- und Lieferantenverbindungen nehmen Schaden, Finanzierungspartner und Mitarbeiter sind verunsichert. Die Stakeholder haben deshalb ein großes Interesse an einer schnellen Transaktionslösung. Einen erfolgreichen Distressed M&A neben dem operativen Tagesgeschäft durchzuführen ist eine immense Herausforderung, durch welche zusätzlich erheblicher zeitlicher und psychologischer Druck auf die Gesellschafter entsteht.

SICNUM als spezialisierter M&A-Experte unterstützt Sie individuell bei der Konzeptentwicklung und professionellen Abwicklung mit dem Ziel, einen perfekten Transaktionserfolg zu erreichen. Infos finden Sie auch hier: MERGERS & ACQUISITIONS


Retten wir den Automobilhandel?

SICNUM-Newsletter Januar 2020 – Retten wir den Automobilhandel?

Januar 2020: Die Trends und Entwicklungen in der Automobilindustrie sind vielfältig. Sie zwingen den traditionellen Automobilhandel zur grundlegenden Anpassung ihres Geschäftsmodells. Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2025 rd. 30% aller Neuwagen in Europa online verkauft werden. Mehr auf Seite 2 unseres Januar-Newsletters.

Controlling-Konzepte sind wichtige Bausteine zur Unternehmenssteuerung, die SICNUM individuell und gemeinsam mit dem Unternehmen erarbeitet. Lesen Sie auf Seite drei, wie die Umsetzung bei mittelständischen Unternehmen auch ohne hauptamtliche Controller-Funktion möglich ist.

Zum Schluss stellen wir Ihnen unsere neuen Kollegen, Herrn Maximilian Hofmann, Bereich Controlling, und Herrn Kai Remy, Bereich Organisation und Strategie, vor.

Möchten Sie sich zu diesen Themen mit uns austauschen? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme oder schreiben Sie uns unter vertrieb(at)sicnum.de. Sie möchten zukünftig den SICNUM-Newsletter direkt erhalten? Dann melden Sie sich jetzt dazu an!


Mitarbeiterbeiträge als Teil der Unternehmenssanierungen

28. Januar 2020: Insbesondere bei Sanierung von produzierenden Unternehmen in Hochlohnländern sind Maßnahmen zur Kosten- und Prozessoptimierung wichtige Sanierungsmaßnahmen. Jedoch sind aufgrund des starken Wettbewerbs gängige Optimierungsverfahren wie das KVP häufig schon eingeführt. Dadurch bedarf es weiterer und zeitnah realisierbarer Maßnahmen. Zu Beginn einer Sanierung muss zunächst festgestellt werden, ob das Unternehmen aufgrund einer befristeten konjunkturellen Lage (in der Branche) in Schieflage geraten ist oder ein anhaltender Marktabschwung der Branche zu erwarten ist. Handelt es sich um eine befristete Lage, sind alternative Personalmaßnahmen sinnvoll. Es gilt, das Personal für den nächsten konjunkturellen Aufschwung verfügbar zu halten. Denn diese Mitarbeiter verfügen über das nötige Know-How, dass das Unternehmen bereits aufgebaut hat. Ein häufig genutztes Instrument ist die Nutzung von Kurzarbeitergeld, hierbei zahlt die Bundesagentur für Arbeit 60% (67% bei mindestens einem Kind im Haushalt des Arbeitnehmers) des entgangenen Nettolohns. Weitere Ansätze können Verzicht auf Weihnachts-/ Urlaubsgeld bzw. das Auslassen von Gehaltserhöhungen sein, die nach dem Turnaround wieder aufgeholt werden. Auch sinnvoll kann Einführung von flexiblen Arbeitszeitkonten, bzw. die Ausweitung derer sein. Dadurch kann das Unternehmen bei niedrigem Auftragsbestand Mitarbeiter negative Stunden aufbauen lassen und bei neuen Aufträgen können diese durch Überstunden wiederaufgebaut werden. In Abhängigkeit der Unternehmensgröße ist bei der Einführung zwingend erforderlich, den Betriebsrat miteinzubeziehen. Die oben dargestellten Maßnahmen bilden einen Baustein um die Liquiditätskrise zu überbrücken, und sind ein Gewinn für beide Seiten. Nach dem Turnaround können diese Maßnahmen wieder zurückgestellt bzw. wieder angepasst werden. Der Arbeitgeber kann nach Überwindung der Krise weiterhin auf qualifizierte Arbeitnehmer zurückgreifen.

SICNUM identifiziert die zentralen Maßnahmen und unterstützt Sie gerne bei der Umsetzung. Weitere Infos unter: Restrukturierung - Sanierung


Strategie – Die Frage nach den Kernkompetenzen

15. Januar 2020: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändern sich am Markt stetig und in immer kürzeren Abständen. Besonders international tätige, mittelständische Unternehmen spüren die Veränderungen, denn diese sind wegen der eigenen Größe oftmals nicht so weit diversifiziert wie Großunternehmen, bewegen sich jedoch auf dem gleichen Parkett. Passen sich diese Unternehmen nicht flexibel an die neue Marktsituation an, wird es mittelfristig zu Absatzproblemen kommen. Eine dieser notwendigen Anpassungen betrifft die grundsätzliche Frage nach den Unternehmens-Kernkompetenzen, bzw.: make or buy? Ein zu langes Festhalten an einer zu großen Fertigungstiefe, oder am Festhalten an alten Traditionen („….damit sind wir groß geworden“), kann schnell zu Problemen führen. Ein geschicktes Lieferantenmanagement verteilt Einzelkomponenten an Zulieferer und vermeidet Wissensabfluss. Das Ergebnis ist eine verringerte Komplexität im eigenen Unternehmen und somit eine höhere Flexibilität, verbunden mit geringeren Einkaufskosten ggü. der Vollkostenkalkulation bei eigener Herstellung. 

SICNUM verfügt mit spezialisierten Beratern und der Erfahrung aus mehr als 20 Jahren Mittelstandsberatung über die notwendigen Kenntnisse und Kapazitäten, um Unternehmen für die bevorstehenden Aufgaben und eine sich verändernde Wirtschaftslage neu auszurichten. Infos finden Sie auch hier: STRATEGIE


Hintergründe zu den erwarteten steigenden Insolvenzfällen in der deutschen Automobilindustrie

10. Januar 2020: Auf Basis der aktuellen Medienberichterstattung wird immer deutlicher, dass sich die Automobilindustrie in der Krise befindet. Gemessen am Umsatz sollen die weltweiten Verkaufszahlen von Automobilen in 2019 erwartungsgemäß um 5% zurückgehen, was direkte Auswirkungen auf die deutsche Automobilindustrie hat. Dies zeigt sich daran, dass die Firmeninsolvenzen im gleichen Zeitraum um 2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen werden. Doch welche Unternehmen stehen hinter diesen prognostizierten Firmenpleiten? Die deutsche Automobilindustrie besteht aus relativ wenigen Herstellern (OEMs), die von unterschiedlichen direkten Zulieferern (Tier 1) beliefert werden. Tier 1-Lieferanten verfügen in der Regel über einen großen finanziellen Spielraum und eine starke Marktsituation und werden oftmals von Zulieferern der zweiten und dritten Ebene (Tier 2 und Tier 3) beliefert. Aufgrund des harten Wettbewerbs und der starken Position der OEMs herrscht ein großer Preisdruck, der vor allem an die Tier 2- und Tier 3-Lieferanten weitergegeben wird. In der Folge können diese nur geringe finanzielle Rücklagen bilden. Im Falle von Marktveränderungen oder Krisen können hierdurch Liquiditätsengpässe entstehen. Aktuell befindet sich die Automobilbranche in einem strukturellen Wandel, da von den Konsumenten vermehrt Elektrofahrzeuge, Brennstoffzellenantriebe und/oder autonom fahrende Autos nachgefragt werden. Lieferanten sind somit gezwungen, ihre Geschäftsmodelle an die neue Marktsituation anzupassen, was gerade für die kleineren Tier 2- und Tier 3-Lieferanten ein Hindernis darstellt, da sie oft keine Mittel für weitere Innovationen zur Verfügung haben. Zudem gehen Innovationen mit einer oft hohen Vorfinanzierungslast einher, da diese in vielen Fällen erst nach mehreren Jahren zu zusätzlichen Einnahmen führen. Es lässt sich daher zusammenfassen, dass von den steigenden erwarteten Firmeninsolvenzen in der deutschen Automobilindustrie vor allem Zulieferer ab Tier 2 betroffen sind, die sich auf Komponenten für Benzin- und Dieselmotoren spezialisiert haben.

Als Spezialist im Bereich Unternehmenssanierung unterstützt SICNUM Sie gerne im Vorfeld einer drohenden Insolvenz. Weitere Infos unter: Restrukturierung - Sanierung


Implementierung eines Frühwarnsystems durch die Mitgliedstaaten

SICNUM-NEWSLETTER September 2019 – Präventive Restrukturierungsrahmen verlangen zwingend Frühwarnsysteme

September 2019: In dieser Newsletter Ausgabe lesen Sie über die im Juni neu verabschiedete Restrukturierungsrichtlinie. In Art. 3 der Richtlinie wird zwingend die Einführung eines Frühwarnsystems durch die Mitgliedstaaten verlangt, damit die Unternehmensführung frühzeitig Umstände erkennen kann, die zu einer wahrscheinlichen Insolvenz führen können. Wie kann so ein Frühwarnsystem ausgestaltet sein? Weiter setzen wir unsere M.O.V.E.®-Reihe fort und betrachten die effizienzsteigernden Maßnahmen in der Fertigung, umgesetzt bei einem unserer Mandanten aus dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau. Zum Schluß freuen wir uns, Ihnen unsere „Berater-Verstärkung“, Herrn Jorge Gamarra und Herrn Lars F. Jaensch, vorzustellen.

Sagen Sie uns Ihre Meinung. Schreiben Sie uns unter vertrieb(at)sicnum.de. Sie möchten zukünftig den SICNUM-Newsletter direkt erhalten? Dann melden Sie sich jetzt dazu an!