Handwerk Referenzen – SICNUM-Fachkenntnis für Sie

Umfassende Sachkenntnis im Bereich Handwerk zeichnen unsere Berater aus. Als verlässlicher und partnerschaftlicher Ansprechpartner stehen wir Ihnen mit einer objektiven Drittmeinung gern zur Verfügung.


Bäckereifilialbetrieb – Effizienzsteigerung im Handwerk

UNSER MANDANT

Der Mandant produziert und vertreibt über seine eigenen Filialen Backwaren, Konditoreierzeugnisse, Snacks und regionale Spezialitäten sowie im Versandhandel Spezialitäten mit saisonalem Schwerpunkt.

In der eigenen Fertigung werden die einzelnen Produkte hergestellt und täglich frisch an das Filialnetz ausgeliefert. Das familiengeführte Unternehmen versteht sich als traditionsbewusstes, qualitätsorientiertes Unternehmen mit hoher eigener Wertschöpfungstiefe.

AUFGABENSTELLUNG

Die Zielsetzung des Projektes lag in der Schaffung von Transparenz über den Deckungsbeitrag der einzelnen Filialen und Produktgruppen, aller produktionsbezogenen Bearbeitungsschritte sowie im Aufzeigen von Schwachstellen und Verbesserungsansätzen zur Optimierung der Kosten- und Erlössituation.

Im Rahmen des Projektes waren neben der Beurteilung der Profitabilität der einzelnen Filialen und Produktgruppen eine Reihe von organisatorischen Maßnahmen zu erarbeiten, die geeignet waren, die Effizienz der internen Abläufe sowie die Warenpräsentation im Verkauf insgesamt zu verbessern.

VORGEHENSWEISE
  • Analyse der vorhandenen Kostenrechnung
  • Analyse der internen Kostenstrukturen, Kostentreiber, Abläufe und Einsparpotenziale in Produktion, Vertrieb und Verwaltung
  • Benchmarking mit Branchen-Kennzahlen
  • Analyse der bestehenden Sortimentsstruktur im Vergleich zum regionalen Wettbewerbsumfeld
  • Durchführung von Filialaudits
  • Einführung einer standortbezogenen Deckungsbeitragsrechnung und Evaluierung von kurzfristigen Handlungsbedarfen
  • Erarbeitung eines Frischekonzeptes zur Steigerung der filialbezogenen Umsätze
  • Evaluierung von Investitionsbedarfen (Einrichtung und Backöfen in den Filialen)
ERGEBNIS

Auf Basis der vorgenommenen Analysen und erarbeiteten Maßnahmen wurden unwirtschaftliche Standorte aufgegeben und attraktive Ersatzstandorte angemietet. Die Durchschnittsumsätze pro Filiale konnten durch Verbesserung der Außendarstellung der einzelnen Standorte sowie durch Straffung des täglichen Sortimentes bzw. durch Sortiments- optimierung nachhaltig erhöht werden.

Unter Einbindung eines externen Branchenspezialisten konnten des Weiteren die produktbezogenen Herstellkosten gesenkt und durch Optimierung der Fertigungsplanung sowie Maßnahmen im Bereich der Arbeitsorganisation die Fertigungskomplexität reduziert werden.

Der Mandant wurde im Anschluss an die Analyse- und Konzeptionsphase über eine Laufzeit von 3 Jahren in regelmäßigen Intervallen begleitet.

 

Malereibetrieb – Mehr Effizienz durch Konzentration der Kräfte

UNSER MANDANT

Der Traditionsbetrieb leistet klassische Malerarbeiten (Innen- und Außenbereich) in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und war zu Projektbeginn an 2 Standorten (mit größerer Entfernung zueinander) vertreten. Trotz steigender Erlöse war die Ertrags- und Liquiditätslage unbefriedigend.

AUFGABENSTELLUNG

Zielsetzung war das Aufzeigen der Schwachstellen sowie die Erarbeitung von Maßnahmen zur Verbesserung der Kosten- und Erlössituation. Hauptansatzpunkt waren die im Vergleich zum Wettbewerb auffallend hohen Personalkosten.

VORGEHENSWEISE

1. Detaillierte Umsatz-/Kostenanalyse, u. a.

  • Ergebnisermittlung nach Standorten
  • Nachkalkulationen mit Typisierung nach Bauleiter, Leistungsart, Auftragsgröße etc.
  • saisonale Auslastung des Personals (versteckte Leerkosten, unnötige Überstunden)

2. Form-Prüfung der Bauakten und Auftragsdokumentation durch unseren Spezialisten 

(Baubehinderungsanzeigen, Vergabe von Nachunternehmerleistungen, Nachtragsangebote)

3. Interviews mit Geschäftsführung, Kalkulatoren, Bauleitern und Gesellen

4. Prozessaufnahme (von der Angebotskalkulation bis zur Abnahme und Schlussrechnung)

5. Entwicklung eines detaillierten Maßnahmenplans (wer, was, bis wann)

ERGEBNIS

Die kleinere Niederlassung wurde geschlossen. Der Deckungsbeitrag war negativ und die Standortsteuerung band zu hohe Kapazitäten. Abfindungen mussten nicht bezahlt werden und ein Nachmieter wurde gestellt, so dass die Schließungskosten gering ausfielen.

Auch am Hauptstandort war die Produktivität unbefriedigend. Diese verbesserte sich durch Konzentration auf Auftragsvolumina bis max. 250 T€ (Verzicht defizitäre Großaufträge), Standardisierung des Auftragsdurchlaufs (Kalkulation, Zeitvorgaben, Termine), Schulung der Bauleiter (u. a. Führung, Baurecht, Bauprodukteverordnung) sowie die Trennung von „Problempersonal“.

Die Maßnahmen zeigten im folgenden Geschäftsjahr starke Wirkung. Trotz des Verzichts auf Umsatz (1 Standort und Großaufträge) verbesserte sich das Ergebnis maßgeblich. Positiv wirkten insbesondere das neue Nachtragsmanagement, die stringentere Steuerung der Gesellen und der Wegfall defizitärer Großaufträge.

 

Fachbetrieb Bäder, Elektro, Wärme – Sanierungskonzept und Umsetzung mit Einsatz Interim Management

UNSER MANDANT

Unser Mandant war durch Sonderfaktoren außerordentlich stark an mehreren Standorten gewachsen und als Komplettanbieter der aufgeführten Gewerke aufgestellt. Die Organisationsstruktur war nicht entsprechend mitgewachsen und wies deutliche Defizite auf. Als es dann aufgrund des Wegfalls der Sonderfaktoren zu Umsatzrückgängen kam, wirtschaftete das Unternehmen deutlich defizitär.

AUFGABENSTELLUNG

SICNUM wurde beauftragt ein Sanierungskonzept gem. IDW S 6 zu erstellen. Schwerpunkt lag in der Erarbeitung konkreter Sanierungsmaßnahmen und deren Umsetzung im Rahmen eines Interim Managements sowie in der Kommunikation mit den Stakeholdern.

VORGEHENSWEISE

1. Analyse der gesamten Aufbau- und Ablauforganisation

2. Erstmalige Schaffung einer Ergebnistransparenz in Form einer Deckungsbeitragsrechnung

3. Durchführung von Betriebsvergleichen

4. Ableitung von Maßnahmen mit gravierenden Ergebnis- und Liquiditätseffekten, z. B. in den Bereichen Vertrieb, Prozessorganisation, Personal, Sachkosten, Materialwirtschaft, kfm. Steuerung und Controlling

5. Bescheinigung der nachhaltigen Sanierungsfähigkeit nach Zustimmung der Stakeholder (Eigentümer, Finanzierungspartner, Mitarbeiter etc.)

6. Konsequente Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen eines Interim Managements

7. Laufende Kommunikation des Fortschritts der Sanierung an die Stakeholder

ERGEBNIS

Es konnten sehr kurzfristig erhebliche Kostenreduzierungen bei gleichzeitig deutlichen Verbesserungen der Prozesse und damit auch der Produktivitäten realisiert werden.

Dem Unternehmen wurden Instrumente zur Verfügung gestellt oder bestehende weiterqualifiziert, die u. a. eine aktive Steuerung der Ressourcen und der Projekte und letztendlich des Unternehmens ermöglichen.

Durch das konsequente Interim Management wurden sowohl fachliche als auch kapazitative Defizite in der Sanierungsphase kompensiert. Die Stakeholder waren aufgrund des transparenten und strukturierten Prozesses bereit den Sanierungsprozess trotz deutlicher Beiträge positiv zu begleiten.

 

Kfz-Service-Betrieb – Liquidation

UNSER MANDANT

Unser Mandant war ein größerer inhabergeführter Werkstatt-Betrieb im Kfz-Bereich (Schwerpunkt: Glas-, Karosserie- und Lackierarbeiten) mit einer bereits seit längerer Zeit anhaltenden Verlustsituation. Infolge der kumulierten Verluste bestand ein relevanter nicht gedeckter Mittelbedarf. Der Inhaber selbst zweifelte an der Fortführungsfähigkeit des Betriebes.

AUFGABENSTELLUNG

SICNUM wurde in Abstimmung mit der Hausbank beauftragt, einen Sanierungs-Check durchzuführen. Ziel war es, eine Handlungsempfehlung im Interesse aller Beteiligten abzugeben und bei Bedarf die Umsetzung auch anschließend zu begleiten.

VORGEHENSWEISE

Die Durchführung gliederte sich in folgende Abschnitte:

  • Analyse der Ausgangssituation (in Hinblick auf die Potenziale zur Sanierung)
  • Basierend auf 1. folgte eine Überprüfung der Handlungsoptionen (u.a. außergerichtliche Sanierung, Unternehmensverkauf, Liquidation oder Insolvenz) mit klarer Empfehlung.
  • Wahl der Handlungsoption durch den Unternehmer/Gesellschafter
  • Entwicklung eines Detailplans bzgl. der gewählten Handlungsoption (mit Maßnahmenplan und dessen Überführung in eine Ergebnis-/Finanz-/Bilanzplanung um die Höhe des Mittelbedarfs zu quantifizieren)
  • Entwicklung eines Finanzierungskonzeptes zur Abdeckung des identifizierten Mittelbedarfs
  • Gemeinschaftliche Umsetzung (Unternehmen, SICNUM, Hausbank)
ERGEBNIS
  • Mangels Perspektiven war schnell klar, dass der Geschäftsbetrieb eingestellt werden soll.
  • Aufgrund haftungsrechtlicher Aspekte war für die Geschäftsführung eine Insolvenz mit erheblichen Risiken verbunden.
  • Die Liquidation war unter den gesetzten Prämissen unsere Empfehlung und wurde vom Unternehmer auch so entschieden.
  • Der Liquidationsplan sah vor, aus dem Verkauf der Betriebsimmobilie die Verbindlichkeiten zu tilgen. Der bis zum Verkauf entstehende Mittelbedarf sollte über eine Zwischenfinanzierung der Hausbank gedeckt werden.
  • Als Liquidator wurde der Unternehmer selbst bestimmt. SICNUM sowie ein Anwalt standen beratend zur Seite.
  • Die Immobilie konnte vorzeitig nach 5 Monaten verkauft werden. Der Erlös lag knapp oberhalb der Planung.
  • Da auch die Umsätze bis zur Einstellung des Betriebs höher ausfielen, konnte die Hausbank vorzeitig und vollständig abgelöst werden, dem Unternehmer blieb ein Liquidationsüberschuss.
 

Fenster- und Fassadenbau – Kapitalbeschaffung für eine Betriebserweiterung

UNSER MANDANT

Unser Mandant ist ein mittelständischer Handwerksbetrieb und fertigt hochwertige Fenster- und Fassadentechnik für den Objektbau. Im Zuge der Betriebserweiterung wurde an einem zweiten Standort eine hochmoderne Fertigungsanlage errichtet.

AUFGABENSTELLUNG

Um die im Zuge der Betriebserweiterung erforderlichen Investitionen zu finanzieren, war die Aufnahme von Fremdkapital erforderlich. SICNUM hatte die Aufgabe, das Unternehmen bei der Erstellung des Businessplans zu unterstützen und auf Basis einer neutralen Beurteilung die Kreditentscheidung für den angesprochenen Kapitalgeber (Hausbank) abzusichern.

VORGEHENSWEISE

1. Erstellung des Businessplans:

  • Kurz-Darstellung des Unternehmens mit Stärken-Schwächen-Beurteilung
  • Markt-/Wettbewerbsanalyse (unter Berücksichtigung wachsender Marktanteile osteuropäischer Wettbewerber in mittleren und unteren Preissegmenten)
  • Beschreibung des Vorhabens (mit Quantifizierung der erwarteten Effizienzsteigerung)
  • Darstellung und Überprüfung der Unternehmensstrategie (Positionierung als Qualitätsanbieter mit lokalen Serviceleistungen)
  • Überführung des Vorhabens in eine integrierte Ergebnis-/Finanz-/Bilanzplanung
  • Erweiterung des Finanzierungskonzeptes um weitere Finanzierungsinstrumente
  • Gesamtbeurteilung des Vorhabens mit Hinweis auf Chancen und Risiken

Der Businessplan kam zu einer positiven Beurteilung des Vorhabens, zeigte aber einen höheren Kapitalbedarf als ursprünglich vom Unternehmen an die Hausbank avisiert.

2. Ansprache weiterer Kapitalgeber:

Um die Kapitalaufnahme bei der Hausbank zu erleichtern, hat SICNUM für den zusätzlichen Kapitalbedarf weitere Kapitalgeber (bzw. Leasinggesellschaften) kontaktiert.

3. Umsetzung des Finanzierungskonzeptes und Abschluss mit den Kapitalgebern

ERGEBNIS

Die Hausbank finanzierte den ursprünglich avisierten Kapitalbedarf, allerdings mit einer längeren Laufzeit. Der zusätzliche Mittelbedarf konnte über neue Finanzierungspartner (Mietkauf und Leasing) sowie mittels öffentlicher Förderungen gedeckt werden. Die Betriebserweiterung konnte hierdurch wie geplant umgesetzt werden.

 

Elektro- und Gebäudetechnik – Fortführungskonzept und Effizienzsteigerung

UNSER MANDANT

Unser Mandant ist ein mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen im Bereich Elektro- und Gebäudetechnik mit 46 Mitarbeitern. Zu Projektstart hatte das Unternehmen neben dem Einbruch der Deckungsbeiträge mit Personalproblemen zu kämpfen. Gleichzeitig stand ein Generationenwechsel in der Geschäftsführung an.

AUFGABENSTELLUNG

SICNUM wurde beauftragt, als neutraler und objektiver Berater gemeinsam mit dem Unternehmen ein Fortführungskonzept gem. IDW Standard (IDW S 6) zu erarbeiten und eine Fortführungsprognose abzugeben.

VORGEHENSWEISE

Die Durchführung gliederte sich in folgende Abschnitte:

  • Analyse der strategischen, finanzwirtschaftlichen und organisatorischen Ausgangssituation
  • Umfangreiche Markt und Wettbewerbsanalyse
  • Identifizierung der Kernthemen für eine nachhaltige Restrukturierung des Unternehmens
  • Konzeptionierung und Bewertung operativer / organisatorischer Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz insbesondere in den Bereichen Projektmanagement, Kalkulation, Vertrieb, und Personal
  • Erstellung einer fachlichen und terminlichen Planung zur schrittweisen Übergabe der Führungsaufgaben an die nächste Generation
  • Aufbau einer Ergebnis-, Finanz- und Bilanzplanung für 2 Geschäftsjahre
  • Erstellung eines tragfähigen Finanzierungskonzepts
ERGEBNIS

Durch konsequente Umsetzung der im Fortführungskonzept erarbeiteten umfangreichen Maßnahmen konnten die Deckungsbeiträge signifikant verbessert werden, insbesondere durch eine Professionalisierung des Projektmanagements. Durch eine intensive Kommunikation und die Einführung leistungsabhängiger Vergütungsbestandteile wurde die Arbeitsmotivation und -disziplin deutlich verbessert. Auf Basis überarbeiteter Kalkulationsgrundlagen und eines neuen Vertriebskonzepts wurden die Preisfindung und die Marktansprache optimiert. Parallel wurde der Generationenwechsel in der Geschäftsführung geplant und eingeleitet.